So heisst Opfikon zum Nachnamen
Müller, Meier, Schmid: In Kloten und Wallisellen stehen die Klassiker zuoberst auf der Namensrangliste. In Opfikon führt ein anderer Name. Und in einem Dorf im Berner Jura heissen fast 80 Prozent gleich.
Wie heisst eigentlich Ihr Nachbar oder Ihre Nachbarin? In Kloten und Wallisellen tippt man am besten auf Müller. In Opfikon lohnt sich ein anderer Tipp: Krasniqi. 105 Personen tragen dort diesen Namen, wie die im August veröffentlichte Nachnamen-Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Sie erfasst die ständige Wohnbevölkerung Ende 2025. Müller folgt in Opfikon mit 81 Personen erst auf Platz zwei, dahinter reihen sich Bajrami (68), Gashi (63) und Shala (59) ein.
Kloten wie die Schweiz
Vier der fünf Spitzenplätze gehen in Opfikon also an Namen, die vor allem unter Albanerinnen und Albanern verbreitet sind. Ein Einzelfall ist das nicht: Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, sind rund ein Viertel der hundert häufigsten Nachnamen der Schweiz ausländischer Abstammung, vor allem portugiesischer sowie albanischer und kosovarischer.
In Kloten sieht die Rangliste aus wie aus dem Lehrbuch: Müller (123) vor Meier (107) und Schmid (62). Genau in dieser Reihenfolge führen die drei Namen laut BFS auch die Schweizer Hitparade an. Brunner (53) und Keller (52) machen die ersten fünf komplett.
Wallisellen tanzt nur leicht aus der Reihe. Müller (117) und Meier (91) liegen auch hier vorn, dann drängt sich Huber (67) dazwischen, gefolgt von Keller (59) und Schmid (57).
Wetten lohnt sich nicht
Geld setzen sollte man auf den Namen des Nachbarn trotzdem nicht. In Kloten heisst gerade einmal jede 179. Person Müller, das sind 0,56 Prozent der über 22 000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Wallisellen bringen es die Müllers auf 0,66 Prozent, in Opfikon die Krasniqis auf 0,49 Prozent. Selbst wer alle fünf Spitzennamen zusammenzählt, landet in den drei Gemeinden bei rund 2 Prozent.
Der Grund: Die Schweiz ist ein Land der vielen Namen. Über eine halbe Million verschiedene Nachnamen zählt das BFS, unterschiedliche Schreibweisen separat gerechnet. Sogar die rund 53 000 Müllers machen nur 0,6 Prozent der 9,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner aus. Und mehr als drei Millionen Menschen tragen gemäss «Tages-Anzeiger» einen Namen, den es landesweit weniger als 100-mal gibt.
Ein Dorf voller Amstutz
Je nach Landesteil klingt die Antwort anders. In der Romandie führt laut «Tages-Anzeiger» da Silva mit 10 390 Personen, in der italienischen Schweiz Bernasconi (2196) und in der rätoromanischen Schweiz Derungs (229).
Am einfachsten ist die Sache im bernjurassischen Rebévelier: 23 der 29 Einwohnerinnen und Einwohner heissen dort Amstutz, das sind fast 80 Prozent. Dort fragt man den Nachbarn besser gleich nach dem Vornamen.
Auch dazu liefert das BFS Zahlen: Bei den Männern führt in der Schweiz Daniel mit rund 63 000 vor Thomas (53 000) und Peter (52 000). Bei den Frauen liegt Maria mit rund 72 000 vor Anna (40 000) und Sandra (35 000). (ts.)