Innovationsmotor Flughafenregion
Der Regierungsrat will den Innovationsstandort Zürich mit einer neuen Strategie stärken. Für die Städte um den Flughafen ist klar: Entscheidend ist, dass sich die Flughafenregion gemeinsam weiterentwickelt.
Die Schweiz ist innovativ. Wir führen mit Schweden, den USA und Südkorea die Rangliste des Global Innovation Index 2025 der Weltorganisation für geistiges Eigentum an. Der Kanton Zürich zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Kein Wunder, haben sich hier viele Tech-Unternehmen angesiedelt. Der Regierungsrat will nun den Innovationsstandort Zürich mit einer langfristigen Strategie stärken. «Wir setzen nicht auf kurzfristige Einzelmassnahmen oder einzelbetriebliche Förderungen, sondern auf starke und verlässliche Rahmenbedingungen», lässt sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) in einer Mitteilung zitieren.
Die Strategie stützt sich auf attraktive Entwicklungsperspektiven dank wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien, die koordinierte Zusammenarbeit im Innovationsökosystem sowie einen erleichterten Zugang zu Risikokapital. Fördern will der Kanton in der ersten Etappe für die Jahre 2027 bis 2030 unter anderem Halbleitertechnologien – also den Bereich rund um Mikrochips –, die Raumfahrt oder Innovationen für nachhaltige Mobilität.
«Wenn der Standort Zürich bei Schlüsselindustrien wie Halbleitern oder der Space Economy nicht dabei ist, dann war es das. Das lässt sich kaum mehr korrigieren», so Walker Späh gegenüber der NZZ.
Doch kostenlos gibt es das natürlich nicht: Der Regierungsrat beantragt für das Vorhaben einen Rahmenkredit über 23 Millionen Franken. Ob das Geld gesprochen wird, entscheidet der Kantonsrat.
Gute Rahmenbedingungen schaffen
Das Wirtschaftsnetzwerk Flughafenregion Zürich (FRZ) hat sich das Thema Innovation ebenso auf die Fahne geschrieben. Es will optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen, Innovation fördern und Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik für nachhaltigen Mehrwert vernetzen, wie der FRZ-Website zu entnehmen ist.
Zudem hat das Netzwerk kürzlich sein Standortentwicklungskonzept «New Zurich» vorgestellt («Stadt-Anzeiger» vom 11. Juni). Dieses wurde mit 14 Gemeinden – darunter Opfikon – und Experten erarbeitet. Es sieht vor, fünf Entwicklungsfelder zu konkretisieren, die ebenfalls Innovationen versprechen: Digitalisierung und IT, Luftfahrt und Weltraumwirtschaft, Headquarter oder zumindest regionale Hauptsitze von internationalen Unternehmen, die Gesundheitsbranche sowie die Kongress- und Veranstaltungsbranche.
FRZ setzt damit auf vorhandene Stärken. Im Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf befinden sich zum Beispiel bereits der Space Hub der Universität Zürich und das Start-up Dufour Aerospace, das Transportdrohnen für medizinische Zwecke entwickelt.