Die Schönheit der Zeit

Roger Suter

Dem gesellschaftlichen Jugendwahn trotzen und zeigen, dass der Mensch bis zu seinem letzten Atemzug ein Kunstwerk in ständiger Entwicklung ist: Das ist das Ziel einer Fotoausstellung im Tertianum Bubenholz.

Einen «radikalen Perspektivenwechsel auf das Alter» versprechen die Organisatorinnen einer Fotoausstellung, die morgen Freitag eröffnet wird: «Die Schönheit der Zeit» lautet ihr Titel. Sie zeigt Fotos, welche die Würde, die Resilienz und die Lebensgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner des Tertianums feiern.

Die Idee zu diesem Projekt sei aus dem alltäglichen Leben im Wohn- und Pflegezentrum entstanden, so Noelia Almeida, im Bubenholz verantwortlich für Aktivierung – also für Aktivitäten für die Bewohnerinnen und Bewohner. «Während die Gesellschaft das Alter oft nur aus einer Perspektive des Mangels und Verlusts betrachtet, setzt diese Ausstellung ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit und die Poesie des Augenblicks.»

Eine Hommage an die Bewohner

«Unsere Verluste und Defizite definieren uns nicht», heisst es in der Kernbotschaft des Projekts. «Die Zeit ist kein Feind, der uns etwas wegnimmt, sondern ein Künstler, der uns formt.»

«Unsere Verluste und Defizite definieren uns nicht. Die Zeit ist kein Feind, der uns etwas wegnimmt, sondern ein Künstler, der uns formt.»

Die Ausstellung versteht sich als Brückenbauer zwischen den Generationen. Sie sei vor allem ein tiefes Dankeschön an die Bewohnerinnen und Bewohner für ihr Vertrauen – und eine Einladung an alle Gäste, den abgebildeten Menschen in die Augen zu schauen und sich von der «Schönheit der Zeit» berühren zu lassen.

26. Juni, 16 Uhr, Müllacker­-str. 2/4. tertianum.ch/wohn-pflegezentrum/tertianum-bubenholz.ch