Leserbrief: Lieber wählen als Plakate zerstören

Zoran Ubavelski, Opfikon

Vandalismus an Wahlplakaten

Seit rund zehn Jahren bin ich als Plakatverantwortlicher für die SVP im Einsatz. Viele Wahlkämpfe habe ich begleitet. Doch die Wahlen 2026 erlebe ich so heftig wie noch nie. Immer häufiger werden Plakate zerrissen, beschmiert oder entwendet – betroffen sind überwiegend SVP-Plakate. ­Besonders in Glattpark hängen kaum noch welche unversehrt.

Sachbeschädigung ist kein poli­tisches Argument. Wer Plakate zerstört, ersetzt die inhaltliche Aus­einandersetzung durch Intoleranz. Demokratie lebt vom Wettbewerb der Ideen. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu – auch solche, die nicht allen gefallen. Wer Andersdenkende mundtot machen will, schwächt das Fundament unserer direkten Demokratie.

In der Schweiz werden politische Fragen an der Urne entschieden, nicht durch Zerstörung. Abstimmungen und Wahlen sind Ausdruck von Freiheit und Verantwortung. In vielen Ländern kämpfen Menschen für demokratische Rechte, die für uns selbstverständlich sind. Umso mehr sollten wir diese Errungenschaften schützen und respektieren.

Politische Überzeugungen setzt man mit Argumenten durch, nicht mit Gewalt. Wer anderer Meinung ist, soll diskutieren, kandidieren und überzeugen. Das ist der demokratische Weg.

Mein Appell ist klar: Gehen Sie wählen. Nutzen Sie Ihre Stimme. Aber respektieren Sie auch die Stimme der anderen. Unsere Demokratie verdient Engagement – nicht Vandalismus.

Zoran Ubavelski, Opfikon