Sprengstoff explodiert: Dumpfer Knall auch in Opfikon

Am Mittwochnachmittag, 25. Februar, ist es auf einem Sprenggelände in Illnau zu einer unkontrollierten Explosion gekommen. Die Druckwelle verursachte im erweiterten Umfeld der Anlage grössere Schäden und war bis fast an den Rhein hörbar. Zwei Personen wurden leicht verletzt und vor Ort medizinisch betreut.

Zwei Mitarbeiter einer privaten Sprengfirma hatten kurz nach 13 Uhr auf dem Gelände der Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch begonnen, mehreren hundert Kilogramm Sprengmittel zu vernichten. Statt kontrolliert abzubrennen, explodierten diese aber und hinterliessen einen Krater mit mehreren Metern Durchmesser. Die Druckwelle führte zu grösseren Schäden bei Gebäuden und Unterständen nicht nur auf dem Gelände: Bis am Folgetag nahm die Polizei über 70 Schadensmeldungen aus dem Umkreis von bis zu 10 Kilometern um den Ereignisort entgegen. Es wurden Schäden unter anderem an Dächern, Mauerwerken, Fenstern und Türen sowie an einem Aquarium gemeldet. Eine Einschätzung zur Schadenssumme kann noch nicht gemacht werden.

Schäden weiterhin melden

Auch im mittleren Glattal und bis weit ins Zürcher Unterland war der dumpfe Knall zu hören. Bei der Spurensicherung sind noch weitere Explosivstoffe sichergestellt worden, die nicht abtransportiert werden können. Spezialisten des Zürcher Entschärfungsdiensts des Forensischen Instituts Zürich vernichten diese derzeit in mehreren Tranchen an Ort und Stelle. Daher können mehrere Explosionen hörbar sein. Wie lange die Arbeiten andauern werden, kann noch nicht abgeschätzt werden. Das Gelände Tätsch und die Umgebung sind aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Schäden, die im Zusammenhang mit der Explosion entstanden sind, können weiterhin der Kantonspolizei Zürich gemeldet werden.(rs.)

Schadensmeldungen an Kantonspolizei Zürich, Tel. 058 648 48 48: www.kapo.zh.ch