Sitz der neuen Kirche wäre Kloten
Sollten die drei reformierten Kirchgemeinden Kloten, Opfikon und Wallisellen fusionieren, würde Kloten der Sitz der neu-en «Kirche an der Glatt». Am 20. Januar wird in Wallisellen genauer informiert.
Seit gut eineinhalb Jahren erörtert man eine Fusion der drei reformierten Kirchgemeinden. In vielen Sitzungen wurden Eckpunkte ausgelotet, Ausrichtungen diskutiert, Organisatorisches geplant, Finanzen geregelt. Die Vorbereitungen der Arbeitsgruppen aus allen drei Gemeinden sei weitgehend abgeschlossen und ein Fusionsvertrag erstellt, teilten die Kirchgemeinden am Montag mit. Aus einem Namenswettbewerb ging «Kirche an der Glatt» hervor, am 14. Juni soll überall die Urnenabstimmung stattfinden. Zuvor wollen Kloten und Opfikon an einer vorberatenden ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung (in Opfikon am Mittwoch, 4. Februar) eine Empfehlung abgeben. Die Walliseller Kirchenpflege verzichtet darauf.
Dafür wird am Dienstag, 20. Januar, in Wallisellen ein Informationsanlass zur möglichen Fusion durchgeführt. Alle interessierten Mitglieder der reformierten Kirchen von Kloten, Opfikon und Wallisellen sind zu der Veranstaltung im Walliseller Kirchgemeindehaus eingeladen.
Rechtlicher Sitz in Kloten – wie schon vor 220 Jahren
Der rechtliche Sitz der neuen Kirchgemeinde wird Kloten sein, wie ebenfalls am Montag bekanntgegeben wurde. Das bedeutet weniger Arbeit für die Stadtverwaltung Opfikon, welche bisher verschiedene Aufgaben im Wahlbüro für die eigene reformierte Kirchgemeinde wahrgenommen hat, etwa Wahlzettel organisieren, die Wahlen durchführen und Ergebnisse publizieren. «Die meisten der Aufgaben werden künftig durch die Stadt Kloten ausgeführt», heisst es auf Anfrage bei der Stadt. «Opfikon liefert neu dann nur noch die Resultate der Stimmberechtigten von Opfikon an Kloten.»
Mit der Fusion – sofern sie die rund 8800 Stimmberechtigten aller drei Gemeinden am 14. Juni an der Urne gutheissen – wären diese wieder vereint: Bis 1704 bildeten sie bereits eine Pfarrei und besuchten das Gotteshaus in Kloten. Davon zeugt bis heute der Opfiker «Chilewäg», der vom Opfiker Waldrand westlich der Häuligrueb quer durch den Hardwald bis zum Klotener Schluefweg führt. 1704 gründeten die Walliseller eine eigene Kirchgemeinde, erst 1956 tat es ihnen Opfikon gleich.