Rekorde und Roman Schmid im Vorstand
Die Generalversammlung der FRZ Flughafenregion Zürich blickte auf ein Rekordjahr 2025 zurück und wählte drei neue Vorstandsmitglieder – darunter Roman Schmid, Stadtpräsident von Opfikon. Den Fokus will man verstärkt auf Standortentwicklung und die Förderung junger Führungskräfte legen – etwa mit dem Projekt «New Zurich».
226 Stimmberechtigte nahmen an der 14. Generalversammlung im Radisson Blu Hotel Zurich Airport teil, wie das Wirtschaftsnetzwerk mitteilt. Präsident André Ingold eröffnete den Abend, gefolgt von Grussworten des Klotener Stadtpräsidenten René Huber. Er hob die Bedeutung der Flughafenregion als Wirtschafts- und Innovationsstandort hervor.
Carmen Walker Späh, Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich, betonte den Switzerland Innovation Park Zurich in Dübendorf als aufstrebendes Zentrum der Space Economy. Ein Highlight sei die Ansiedlung von Starlab Space – ein Joint Venture von Airbus, Voyager Space, Mitsubishi und MDA Space –, das eine kommerzielle Raumstation entwickeln will. Davon profitiert auch die gesamte Flughafenregion.
Monika Rühl (Economiesuisse) forderte in ihrer Keynote ein Zollabkommen mit den USA sowie die Vertiefung der EU‑Beziehungen durch die Bilateralen III. Entscheidend für künftigen Wohlstand seien geringe Bürokratie, hohe Innovationskraft und ausreichend Fachkräfte.
Rekorde und zufriedene Mitglieder
Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard präsentierte eine «starke Leistungsbilanz», heisst es in der Mitteilung weiter: 50 Events, über 5600 Teilnehmende und ein Mitgliederwachstum auf 901 Unternehmen und Institutionen. Der Umsatz stieg auf über 2,8 Millionen Franken. 95 Prozent der Mitglieder sind sehr zufrieden, für 80 Prozent ist die FRZ das Wirtschaftsnetzwerk erster Wahl.
Die FRZ will sich als treibende Kraft der Standortentwicklung positionieren, mit Nachhaltigkeit als zentralem Pfeiler. Das wichtigste Zukunftsprojekt ist die Entwicklungsstrategie «New Zurich», erarbeitet seit 2022 mit 14 Gemeinden (siehe Box). «Wachstum allein reicht nicht mehr. Entscheidend ist, wie wir die Region nachhaltig weiterentwickeln», so Kindermann Leuthard. Der Launch soll am 10. Juni 2026 am 12. Immo-Summit in Dübendorf erfolgen.
Roman Schmid neu im Vorstand
Ausserdem wurde der Opfiker Stadtpräsident Roman Schmid als neues Vorstandsmitglied der FRZ gewählt. Er verstärkt das Gremium gemeinsam mit Marc Osterwalder (neuer Verwaltungsdirektor Stadt Kloten) und Stefan Ammann (Geschäftsführer Dormakaba Schweiz AG). Überhaupt ist die Politik im Wirtschaftsnetzwerk gut vertreten: FRZ-Präsident André Ingold ist Stadtpräsident von Dübendorf. Ingold wurde als Präsident bestätigt, der zurücktretende Thomas Peter für langjähriges Engagement zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls zurückgetreten sind Edith Zuber (Gemeinderätin in Dietlikon) und Peter Spörri (abtretender Stadtpräsident von Wallisellen).
Die FRZ investiere ausserdem gezielt in junge Talente, schreibt das Netzwerk: Das Format «FRZ NXTwork» und ein Mentoring-Programm mit rund 100 Mentorinnen und Mentoren richteten sich an Führungskräfte zwischen 20 und 40 Jahren. CEO Kindermann Leuthard schloss mit den Worten: «Vom Talent zum Champion – das ist kein Versprechen für morgen, sondern eine Entscheidung, die wir heute treffen.»(red.)
«New Zurich»: Neue Stadt oder nur Standortmarketing?
Vergangenen Sommer lancierte die FRZ die Standtortmarketingkampagne «New Zurich». Die «NZZ am Sonntag» implizierte am 15. März 2026 anhand des Entwurfs eines Strategiepapiers, im Glattal stehe als Gegengewicht zur linken Stadt Zürich die «Stadtwerdung und die Entwicklung einer eigenen, von der Stadt losgelösten Identität» bevor. Die Zusammenarbeit sei aber nicht politisch zu verstehen, widersprach FRZ-Präsident André Ingold gleichentags gegenüber Tele Züri. Mehr dazu im Mai oder Juni.