Region in Kürze

Nicht nur An Ostern

Eier sind das ganze Jahr über beliebt

Kürzlich vermeldete der Bundesrat, dass die inländische Eierproduktion die nach wie vor stark steigende Nachfrage auch dieses Jahr nicht zu decken vermag. Er hat deshalb entschieden, das laufende Zollkontingent 2026 für Konsumeier um 15 000 Tonnen auf insgesamt 36 000 Tonnen zu erhöhen. Von 1. Mai bis Jahresende sind dadurch zusätzliche Importe von Konsumeiern zum tiefen Zollansatz möglich, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Nachrichtensendung «Tagesschau» des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) berichtete jüngst, dass Eier nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über beliebt sind. Im Schnitt isst demnach jeder in der Schweiz 209 Eier pro Jahr. Das sind laut SRF so viele wie noch nie.

Aber nicht nur der Verbrauch nahm in den letzten Jahren zu, sondern auch die Schweizer Eierproduktion. «Allein im Jahr 2025 erhöhte sich die Inlandproduktion im Vergleich zum Vorjahr um fast 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Eier», schreibt der Bundesrat. Dennoch bleibe die Nachfrage wie in den Vorjahren auch 2026 deutlich höher als das Angebot im Inland. (pat.)

PFAS in Zürcher Milch

Milch nicht überall ganz weiss

Ein Milchmonitoring zeigt: Der Grossteil der im Kanton Zürich produzierten Milch ist kaum mit PFAS (Ewigkeitschemikalien) belastet. Von 732 untersuchten Proben wiesen 89 Prozent keine oder nur sehr geringe Rückstände auf, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt. Bei 82 Betrieben wurden jedoch erhöhte Werte festgestellt, die im Bereich oder über dem diskutierten Richtwert liegen. Nachgewiesen wurde ausschliesslich die seit 2011 verbotene Substanz PFOS (Perfluoroctansulfonsäure), die sich in der Umwelt kaum abbaut und weiterhin in Böden und Gewässern vorkommt.

Die Gesundheitsdirektion betont, dass keine akute Gesundheitsgefährdung bestehe. Dennoch: PFAS stehen im Verdacht, bei langfristiger Aufnahme gesundheitliche Pro­bleme zu verursachen. Betroffene Betriebe würden nun vom Kanton unterstützt, die Ursachen zu klären und Massnahmen zu prüfen – etwa Anpassungen bei Futter oder Wasser. (red.)

 

Kantonspolizei

Goldankäufer ins Visier genommen

Die Kantonspolizei hat kürzlich bei Kontrollen von Goldankaufveranstaltungen zwei Personen verhaftet und eine weitere Person zuhanden der Untersuchungsbehörde angezeigt.

Polizisten kontrollierten Goldankaufveranstaltungen in Dübendorf. Dabei stellen sie diverse Widerhandlungen fest und verhafteten zwei Personen. Bei anschliessenden Hausdurchsuchungen stellten die Funktionäre mehrere tausend Euro und Schweizer Franken sowie Schmuck und Münzen sicher.Wegen des Verdachts des Betrugs beziehungsweise Wuchers beim Ankauf von Gold wurden zwei angebliche Goldhändler verhaftet. Es handelt sich um zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 25 und 26 Jahren. Zudem verfügten sie weder über die erforderliche Bewilligung der Edelmetallkontrolle noch hielten sie sich an die Sorgfalts- und Dokumentationspflicht gemäss Edelmetallkontrollgesetz (EMKG).

Bei einer weiteren Kontrolle in Affoltern am Albis wurden ebenfalls Gesetzesverstösse festgestellt. Die Veranstaltung wurde vor Ort beendet. Der Goldankäufer wurde verzeigt. (pd.)

 

Öffentlicher Verkehr

ZVV will Billett- und Abopreise erhöhen

Pendlerinnen und Pendler müssen vielleicht bald tiefer ins Portemonnaie greifen: Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) schlägt per Dezember 2026 eine Tariferhöhung um durchschnittlich rund 2,7 Prozent vor.

Nachdem der ZVV-Tarif von 2017 bis 2023 unverändert geblieben war, werden die Preise seither wieder schrittweise angepasst. Grundlage dafür ist laut Mitteilung des Tarif- und Verkehrsverbundes die vom Kantonsrat verabschiedete ZVV-Strategie 2025 bis 2029. Darin sei festgelegt, dass der Kostendeckungsgrad des öffentlichen Verkehrs auf über 60 Prozent gehalten werden solle. Zudem fliesse das Defizit des ­öffentlichen Verkehrs auch in die mittelfristige Finanzplanung des Regierungsrates ein. «Aufgrund der finanzpolitischen Vorgaben von Regierungs- und Kantonsrat soll deshalb eine Preiserhöhung umgesetzt werden», schreibt der ZVV.

Der nationale Tarif und der Z‑Pass kennen laut Pressemitteilung seit Jahren keine Rabatte mehr auf Mehrfahrtenkarten. «Im ZVV gab es bisher noch unterschiedliche Rabattstufen auf Mehrfahrtenkarten», heisst es in der Mitteilung weiter. Neu sollen diese bestehenden Rabatte vollständig aufgehoben werden. Damit gleiche sich der ZVV-Tarif dem nationalen Tarif an.

Aufgrund des Wegfalls der Rabatte bei den Mehrfahrtenkarten müssen die übrigen Abonnements und die Einzeltickets durchschnittlich nur um 2,1 Prozent erhöht werden. Bei den ­Lokalnetzen und den Kurzstrecken­tickets sei keine Preisanpassung vorgesehen. Insgesamt ergebe sich aus all diesen Massnahmen eine durchschnittliche Erhöhung der Preise um rund 2,7 Prozent. Die Alliance Swiss Pass, die den nationalen Tarif festlege, sehe im nationalen direkten Verkehr eine Tariferhöhung von durchschnittlich 3,9 Prozent vor.

Im nächsten Schritt startet nun die Vernehmlassung. Vor dem Entscheid von Verkehrs- und Regierungsrat über die Tarifanpassungen können sich nämlich die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen zu den geplanten Änderungen äussern. (pd.)

 

Zollbilanz 2025

1,6 Millionen Zigissichergestellt

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat 2025 insgesamt rund 1,6 Millionen geschmuggelte Zigaretten festgestellt – deutlich mehr als im Vorjahr (2024: 950 000) und doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Wie es in einer Mitteilung des BAZG heisst, wurden rund 1,3 Millionen Zigaretten im Flugverkehr in die Schweiz geschmuggelt und rund 300 000 Zigaretten im Strassenverkehr.

Etwa zwei Drittel der Zigaretten im Flugverkehr wurden am Flughafen Genf sichergestellt, in Zürich etwas weniger als ein Drittel, in Basel der kleinste Teil. «Diese Verteilung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass viele der Zigaretten aus dem Flugverkehr weiter nach Frankreich geschmuggelt werden sollten», schreibt das BAZG. Die Zigaretten im Strassenverkehr ­hingegen seien vorwiegend für den Schweizer Markt bestimmt gewesen und in der Regel an der Ost- und an der Südgrenze festgestellt worden.

Zigaretten werden laut Medienmitteilung meistens von Einzelpersonen in die Schweiz geschmuggelt, im Auftrag von grösseren, internationalen Netzwerken. Dabei sollen günstig ­gekaufte oder produzierte Produkte ohne Entrichtung von Zöllen und Einfuhrsteuern zu höheren Preisen verkauft werden.

Im Bereich der Betäubungsmittel verzeichnete das BAZG deutlich mehr Aufgriffe als im Vorjahr: So wurde fast viermal so viel Marihuana sichergestellt (2025: 4235 Kilo, 2024: 1104 Kilo). Vervielfacht hat sich die Menge si­chergestellter Designerdrogen (2025: 2415 Kilo, 2024: 175 Kilo), dies insbesondere aufgrund eines einzelnen Aufgriffs von mehr als 2000 Kilo von sogenannten THC-Edibles, also Esswaren mit voll- oder halbsynthetischen Cannabinoiden.

Ausserdem wurden gemäss Mitteilung mehr Kokain (2025: 356 Kilo, 2024: 272 Kilo) und Heroin (2025: 26 Kilo, 2024: 12 Kilo) sichergestellt, aber weniger Amphetamine und Methamphetamine (2025: 5 Kilo, 2024: 44 Kilo). (pd.)

 

Kulinarik

Der Zoo setzt neu auf Klima-Wurst

Wurst-Fans aufgepasst: Gemeinsam mit der Gastro-Metzgerin Mérat AG hat der Zoo Zürich eine Kalbsbratwurst entwickelt, die zu rund einem Viertel aus Bio-Erbsenprotein besteht. «Auf den Geschmack der Wurst hat das keinen Einfluss, auf die verursachten Treibhausgasemissionen dagegen schon», schreibt der Zoo dazu in einer Mitteilung. Um rund 20 Prozent seien diese pro Wurst reduziert. Gerechnet auf durchschnittlich 100 000 verkaufte Kalbsbratwürste pro Jahr sei der Effekt erfreulich.

«Uns war es wichtig, eine Wurst zu entwickeln, die zwar klimafreundlicher ist als das Original, aber dennoch möglichst viele Menschen anspricht», lässt sich Marcel Ritter, Leiter Zoo Restaurants GmbH, im Communiqué ­zitieren. Wer schon heute auf einen nachhaltigen Fleischkonsum achte, für den sei diese Wurst eine gute Option. Und weil sich am Geschmack nichts ändere, werde sie auch Fleischfans überzeugen. «Sie soll dazu anregen, den eigenen Fleischkonsum zu hinterfragen und Gewohnheiten im besten Fall zu ändern. Da schlummert ein riesiges Potenzial», so Ritter.

Die neue Klima-Wurst wird die bisher angebotene klassische Kalbsbratwurst in allen Restaurants und Aussenkiosken im Zoo ersetzen. Auch weitere verarbeitete Fleischprodukte sollen durch Alternativen mit Erbsenprotein ausgetauscht werden. Dazu gehören Cervelats, Wienerli, aber auch das im Chili con Carne verarbeitete Hackfleisch. (pd./pat.)

 

Strassenbau

Umsetzungsvorlage verabschiedet

Kommunale Strassenprojekte gelten nach der Rechtsprechung des Bun­desgerichts als Sondernutzungspläne und müssen von einer kantonalen Behörde genehmigt werden. Das geltende Strassengesetz erfüllt diese Anforderungen nicht. Der Kantonsrat hat dem Regierungsrat deshalb am 26. Februar 2024 eine Motion der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) überwiesen mit dem Auftrag, eine Vorlage zur Anpassung des Strassengesetzes auszuarbeiten.

Der Regierungsrat schlägt vor, die Genehmigungspflicht künftig auf jene kommunalen Strassenprojekte zu beschränken, die eine nutzungsplanerische Grundordnung erstmals festlegen oder wesentlich verändern. Keine Genehmigung soll erforderlich sein, wenn ein Projekt lediglich bereits genehmigte planerische Grundlagen konkretisiert oder verfeinert. Unverändert genehmigungspflichtig bleiben Projekte, die eine Einmündung in eine Staatsstrasse umfassen oder ausserhalb der Bauzone liegen. Neu wird bei Gemeindestrassenprojekten das Enteignungsrecht direkt mit der Projektfestsetzung durch den Gemeindevorstand erteilt. Der Rechtsschutz für Betroffene bleibt unverändert.

Zwei Varianten zur Prüfung

Gestützt auf den Auftrag der Motion legt der Regierungsrat dem Kantonsrat zwei Varianten für den Umfang der kantonalen Genehmigung vor. Variante 1 beschränkt die Prüfung auf die Rechtmässigkeit des Projekts und dessen Übereinstimmung mit der kan­tonalen Richtplanung. Sie entspricht dem bundesrechtlich geforderten Mindestumfang.

Variante 2 sieht zusätzlich eine Prüfung der Zweckmässigkeit und Angemessenheit kommunaler Strassenprojekte vor. Die Vernehmlassung hat gezeigt, dass eine Mehrheit der Gemeinden und politischen Akteure die auf das bundesrechtlich geforderte Minimum beschränkte Variante 1 bevorzugt. Der Regierungsrat befürwortet deshalb ebenfalls Variante 1, weil sie im Vollzug weniger Aufwand verursacht als die weitergehende Prüfung gemäss Variante 2. (pd.)

 

Bundesamt für Statistik

Demografische Alterung nimmt zu

Auch 2025 wuchs die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz gegenüber dem Vorjahr und zählte am 31. Dezember über 9,1 Millionen Personen. Die Geburtenhäufigkeit ging 2025 im vierten Jahr in Folge zurück, wobei sich der Rückgang verlangsamte. Auch der internationale Wanderungssaldo war rückläufig. Und es gibt erstmals mehr «Ü65» als «U20».

Dies sind einige provisorische Ergebnisse für das Jahr 2025 der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte sowie der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS):

Die Bevölkerung nahm in allen Kantonen zu. Das stärkste Wachstum verzeichneten Schaffhausen (+1,6 Prozent), Basel-Stadt (+1,4 Prozent) und das Wallis (+1,3 Prozent). Am wenigsten legte die Bevölkerung in den Kantonen Glarus und Tessin (je +0,2 Prozent) sowie Bern, Jura und Neuenburg (je +0,4 Prozent) zu.

Im Jahr 2025 überstieg die Zahl der Personen ab 65 Jahren in der Schweiz erstmals die Zahl der unter 20‑Jährigen (1 811 000 gegenüber 1 802 000; provisorische Zahlen). Diese Entwicklung verdeutlicht laut Mitteilung des BFS die schneller fortschreitende demografische Alterung der letzten Jahre. Beide Altersgruppen machen je rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung der Schweiz aus. (pd.)

 

TCS-Test 

Zwei E-Roller lassen sich einfach tunen

Der Touring Club Schweiz (TCS) hat sieben E-Roller von Schweizer Händlern getestet, und das Resultat fiel durchzogen aus. «Zwar überzeugten alle Modelle bei den grundlegenden Eigenschaften, doch zwei E-Roller mussten mit dem Prädikat ‹nicht empfehlenswert› disqualifiziert werden», schreibt der TCS in einer Mitteilung. Der Grund: Sie können mit einfachen Handgriffen für höhere Geschwindigkeiten manipuliert werden.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit der E-Roller beträgt 25 Stundenkilometer. Auf dem Prüfstand bewegten sich die Maximalgeschwindigkeiten der sieben E-Roller alle im gesetzlichen Rahmen. Bei der Manipulationsprüfung beim Sicherheitstest zeigte sich laut Mitteilung des TCS allerdings, dass bei den Modellen Zilla Loki X CarPlay und Fat BOB Premium einfachste Handgriffe reichten, um die Geschwindigkeit illegal zu erhöhen. Damit würden die beiden Modelle ein erhebliches Risiko im Strassenverkehr darstellen und hätten deshalb ungeachtet der restlichen Resultate die Bewertung «nicht empfehlenswert» erhalten.

Wer mit einem getunten E-Roller unterwegs sei, gefährde nicht nur sich selber, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Der TCS hat die Modelle Zilla Loki X CarPlay und Fat BOB Premium für eine Konformitätsüberprüfung dem Bundesamt für Strassen gemeldet.

Bei den anderen fünf Modellen war eine solch einfache Manipulation nicht möglich. Das Prädikat «sehr empfehlenswert» erhielten die E-Roller Ecooter E2 Urban und TSC Next One NX1 7i. Mit 78 von 100 Punkten schnitt der E-Roller des Herstellers Ecooter am besten ab. Er überzeugte mit einer soliden Beschleunigung und einem stabilen und sicheren Fahrverhalten. (pd.)

 

Kanton Zürich

Lehrpersonen: Keine Ausnahme mehr

Vier Jahre in Folge musste die Bildungsdirektion für die Volksschule einen Lehrpersonenmangel auf allen Stufen deklarieren. Damit trat jeweils eine Ausnahmeregelung in Kraft. Diese erlaubte es den Gemeinden, Personen ohne Zulassung zum Schuldienst befristet für ein Jahr als Lehrpersonen einzusetzen. Dies ist ab Schuljahr 2026/27 nicht mehr möglich, weil sich die Stellensituation weiter entspannt, wie die Bildungsdirektion mitteilt. Nur noch in der Schulischen Heilpädagogik dürfen Personen ohne Zulassung eingesetzt werden. Hier besteht weiterhin ein Mangel.

Dieses Jahr sind per 31. März 556 offene Stellen gemeldet – deutlich weniger als in den vergangenen drei Jahren zum gleichen Zeitpunkt (2023: 826; 2024: 772; 2025: 709). Unter anderem haben die stabilen Schülerzahlen – nach Jahren des kontinuierlichen demografischen Wachstums – und die höhere Zahl an Studienabgängerinnen und -abgängern der pädagogischen Hochschule zur Entspannung beigetragen. Für die meisten Gemeinden ist die Stellenbesetzung dieses Jahr deshalb einfacher als bisher.

Als Übergangsbestimmung können Personen ohne Zulassung für das Schuljahr 2026/27 dann noch als Lehrpersonen angestellt werden, wenn sie für ein Studium an der Pädagogischen Hochschule eingeschrieben sind. (pd.)