Region in Kürze

Dienstbüchlein bald nur noch digital

Das Dienstbüchlein ist in der Schweizer Armee seit rund 150 Jahren allgegenwärtig. Es diente bisher als Administrations- und Beweismittel für die Erfüllung der Militärdienstpflicht. Bereits 2018 wurde seine Ablösung durch eine Motion angestossen und vom Bundesrat beschlossen. Mit der Anpassung des Militärgesetzes und der Verordnung über die Militärdienstpflicht per 1. Juni 2026 kann die Ablösung nun umgesetzt werden.

Wie der Bund diese Woche in einer Medienmitteilung bekannt gab, stellt die Armee mit dem Dienstmanager ein digitales Instrument zur Verfügung, das die bisherigen Inhalte des Dienstbüchleins abbildet und zusätzliche Funktionen bietet. Angehörige der Armee können darüber unter anderem ihre Militärkarriere, geleistete und zukünftige Dienste sowie persönliche Daten einsehen und administrative Prozesse digital erledigen.

Im Zusammenhang mit der Ablösung erhalten alle Angehörigen der Armee Anfang Juni ein Schreiben mit einem persönlichen Datenauszug aus den Systemen der Militärverwaltung. Mit Hilfe dieses Auszugs können die Daten des Dienstbüchleins einfach und schnell abgeglichen werden. Bei Unstimmigkeiten muss das Dienstbüchlein zur Kontrolle eingeschickt werden.

Ab dem 1. Juni 2026 wird das Dienstbüchlein nicht mehr nachgeführt und nicht mehr neu ausgestellt. Für Einträge bis zu diesem Datum bleibt es weiterhin als Beweismittel gültig und muss bis zur Entlassung aus der Militärdienstpflicht aufbewahrt werden. Für Einträge ab diesem Zeitpunkt gilt die Datenführung in den Systemen der Militärverwaltung als massgebend.

Auch im Zivilschutz wird das blaue Dienstbüchlein per 1. Juni 2026 durch den Dienstmanager Zivilschutz digital abgelöst. Er basiert ebenfalls auf der bestehenden Plattform des Dienstmanagers der Armee. (red.)

 

Kanton  unterstützt Unternehmen

Unternehmen sind im Alltag im Umgang mit kantonalen Behörden mit unterschiedlichen Fragestellungen konfrontiert. Je nach Situation werden verschiedene Themen, Fachstellen, Vorgaben und digitale Angebote relevant. Das neue Unternehmensportal des Kantons Zürich gibt laut einer Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion einen kompakten Überblick über die kantonalen Leistungsangebote und die jeweiligen Anlaufstellen.

Zudem bündelt und strukturiert es Themen rund um die Gründung, die Entwicklung oder die Auflösung eines Unternehmens und stellt diese aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer in einen verständlichen Zusammenhang. Unternehmerinnen und Un­ternehmer sollen dadurch einfach Antworten auf ihre konkreten Fragestellungen im Kontakt mit den kantonalen Behörden finden.

Bessere Auffindbarkeit

«Mit dem neuen Unternehmensportal leistet der Kanton Zürich einen Beitrag zu mehr Transparenz, besserer Auffindbarkeit von Informationen und einer zeitgemässen Begleitung unternehmerischer Anliegen», betont denn auch die Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

Die inhaltliche Struktur des Portals orientiert sich an den Lebensphasen eines Unternehmens. Übergeordnete Informationsebenen zeigen Abhängigkeiten zwischen Themen auf, ­verweisen auf relevante Inhalte und berücksichtigen auch verwaltungs­externe Stellen, wenn diese für Unternehmen wichtig sind. (pd.)

 

«Schweizer Jugend forscht» vergibt Silbermedaille an Wallisellerin Sofia Surace

Kürzlich wurden in Muttenz am 60. ­Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht»  114 Arbeiten aus Gymnasien und Berufsbildung einer Fachjury und der Öffentlichkeit vorgestellt. 33 Projekte wurden mit Gold ausgezeichnet, 47 Projekte erhielten Silber und 25 Projekte wurden mit Bronze prämiert. Freuen über Edelmetall darf sich auch die 17-jährige Wallisellerin Sofia Surace. Ihre Arbeit mit dem etwas sperrigen Titel «Vitamin D3 als Modulator immunologischer Signalwege bei rheumatoider Arthritis» wurde mit Silber prämiert und hat den Sonderpreis von Life Sciences Switzerland erhalten. «Eine spannende Arbeit mit hohem wissenschaftlichem Niveau», urteilte denn auch der Experte Tim Roloff.  (ml.).

 

Sportinstallationen: Der Kanton Zürich unterstützt15 Gemeinden mit je 25 000 Franken

Im Rahmen des Impulsprogramms Sportinstallationen 2026 unterstützt das Sportamt des Kantons Zürich 15 kleinere Gemeinden mit einem Beitrag von jeweils 25 000 Franken für die Aufwertung von öffentlichen Sport- und Bewegungsräumen. Dies teilt die Sicherheitsdirektion mit, zu der das Sportamt gehört. Unterstützt werden Brütten, Dägerlen, Dällikon, Dietlikon, Dürnten, Elsau, Ellikon an der Thur, Kappel am Albis, Knonau, Mettmenstetten, Stallikon, Turbenthal, Trüllikon, Uhwiesen und Wiesendangen.

Zürcher Gemeinden mit einer Bevölkerung von unter 10 000 Personen konnten sich bis Ende März beim Sportamt mit einem Projekt für einen Beitrag aus dem Impulsprogramm bewerben.  (pd./pat.)

 

Kanton Zürich: Steuerbelastung im Vergleich

Der Kanton Zürich und seine Gemeinden würden im nationalen Vergleich eine besonders mittelstandsfreundliche Steuerpolitik betreiben, schreibt die Finanzdirektion in einer Medienmitteilung. Vermögen würden laut dem jüngsten Steuerbelastungsmonitor, der auf den Zahlen von 2025 basiert,  unterdurchschnittlich besteuert. Für Bruttoarbeitseinkommen zwischen 60  000 und 200 000 Franken sei die Steuerbelastung insgesamt moderat. In diesen Einkommensklassen liegt der Mittelwert in fast allen betrachteten Fällen im vorderen Drittel des Kantonsrankings. Insgesamt büsste der Kanton im Ranking zur Einkommensbelastung allerdings einen Rang ein und liegt neu auf dem 14. Platz. Der Grund ist die Rangverbesserung des Kantons Aargau nach einer Steuerentlastung.

Die Steuerbelastung für Unternehmen blieb in den Kantonen weitgehend stabil. Sie ist jedoch im Kanton Zürich am höchsten. Für forschungsintensive Unternehmen sinke aber die Steuerbelastung deutlich, schreibt die Finanzdirektion weiter. Insgesamt steht der Kanton in einem Spannungsfeld zwischen nachteiliger nationaler Konkurrenzsituation und einer konkurrenzfähigen Position gegenüber internationalen Standorten. Insbesondere die westeuropäischen Staaten mit Ausnahme von Irland weisen eine deutlich höhere Steuerbelastung auf. (red.)

 

 

Alle Löhne auf einen Blick

Was verdient ein Bodenleger, eine Finanzmanagerin oder eine Fachperson Hauswirtschaft? Lohnfragen sind in vielen Bereichen von grosser Bedeutung, sei es in Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, den Sozialpartnern oder in gesellschaftlichen Diskussionen.

Das Lohnbuch Schweiz 2026 bietet dazu gemäss einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zürich einen umfassenden Überblick über die orts- und branchenüblichen Löhne in der Schweiz. Es wird vom Amt für Wirtschaft herausgegeben. Das Nachschlagewerk erscheint in seiner 17. Ausgabe und hat sich als wertvolles Arbeitsinstrument für Personalfachleute aus allen Branchen, Arbeitsmarktbehörden, Sozialversicherungen und Gewerkschaften etabliert.

Die aktualisierte und vollständig überarbeitete Ausgabe bietet auf mehr als 700 Seiten einen umfas­senden Überblick über die in der Schweiz geltenden Branchen-, Berufs- und Mindestlöhne. «Die Angaben sind nach Wirtschafts- und Berufszweigen gegliedert», schreibt die Volkswirtschaftsdirektion.

Die rund 9400 Lohnangaben stammen aus Gesamtarbeitsverträgen sowie aus Empfehlungen und Statistiken schweizerischer Berufs- und Arbeitgeberverbände. Korrelationstabellen ermöglichen für verschiedenen Branchen eine optimale Anpassung an die Ortsüblichkeiten der Schweizer Grossregionen.

Die elektronische Version des Lohnbuchs Schweiz 2026 bietet den Lese­rinnen und Lesern laut Pressetext zusätzliche praktische Funktionen: Sie erlaubt das Suchen, Markieren und Annotieren. Zudem können nahezu 500 Dokumente – darunter Gesamt­arbeitsverträge, arbeitsrechtliche Vereinbarungen oder branchenspezifische Zusatzinformationen – direkt im Volltext aufgerufen werden. Auch die entsprechenden Gesetzesartikel sind im Nachschlagewerk verlinkt. (pd.)

Weitere Informationen: www.zh.ch/lohnbuch

 

Sommerferien: ZVV-Ferien-Pass ist wieder erhältlich

Auch dieses Jahr bietet der Zürcher Verkehrsverbund den ZVV-Ferien-Pass an. Kinder und Jugendliche können damit in den Sommerferien den öV im ZVV-Gebiet uneingeschränkt nutzen und profitieren von zahlreichen Gratisangeboten und Rabatten bei Ausflugszielen. Der Preis für dieses Abo steigt erstmals seit 9 Jahren um 5 Franken und kostet neu 30 Franken, schreibt der ZVV in einer Mitteilung.

Der ZVV-Ferien-Pass ermöglicht Kindern und Jugendlichen seit fast zwanzig Jahren, in den Sommerferien die Region Zürich zu einem kleinen Preis zu entdecken. Letztes Jahr waren knapp 30 000 mit dem ZVV-FerienPass unterwegs, haben das ZVV-Netz kennengelernt und viele Ausflugsziele vergünstigt besucht. Auch dieses Jahr profitieren alle mit Jahrgang 2010 bis 2020 (6 bis 16 Jahren) von vielen Gratisangeboten und Rabatten. Der Pass ist an allen ZVV- und SBB-Schaltern, im ZVV-Ticket­shop sowie in grösseren Migros-Filialen für die Gültigkeit vom 4. Juli bis 9. August oder vom 11. Juli bis 16. August erhältlich. Der ZVV-Ferien-Pass beinhaltet ein Aktions-Heft mit Coupons. Dazu brauchen die Kinder und Jugendliche einen Swiss-Pass. Kinder, die noch keinen Swiss-Pass besitzen (z.B. durch eine Junior-Karte), können diesen kostenlos an jedem öV-Schalter beziehen.   (pd.)

Weitere Informationen zum ZVV-Ferien-Pass unter: www.zvv.ch/ferienpass