Region in Kürze
Spital Bülach: Neuer Chefarzt für Anästhesiologie
Dr. med. Tobias Hübner übernimmt ab dem 1. Oktober 2026 die Leitung des Instituts für Anästhesiologie. Er folgt auf Dr. med. Thomas Hillermann, der nach langjähriger Tätigkeit in Pension gehen wird, heisst es in der Medienmitteilung des Spitals Bülach
Aktuell ist der 54-jährige Hübner als Facharzt für Anästhesie in einer Klinik in der Ostschweiz, als Notarzt beim DRK Waldshut und als Dozent im Bereich Gesundheitsökonomie an der Hochschule Wismar tätig. Er verfügt über den Schweizer, den deutschen und den europäischen Facharzttitel jeweils für Anästhesie und Intensivmedizin.
Zuvor war er am Kantonsspital Münsterlingen, an der Charité, bei der Rega sowie am Luzerner Kantonsspital tätig. Er studierte und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin, verfügt über Zusatzqualifikationen als Notarzt SGNOR und ist Leitender Notarzt des Kantons Thurgau.
Die Anästhesiologie umfasst am Spital Bülach neben der Anästhesie auch die Notfallmedizin und die Schmerztherapie. Sie stellt sicher, dass operative und diagnostische Eingriffe schmerzfrei und unter sicheren Bedingungen durchgeführt werden können. (pd.)
Wallisellen: Mann durch Schuss verletzt – Zeugen gesucht
In der Nacht von Freitag auf Samstag, 23. Mai, ist in Wallisellen ein Mann durch einen Schuss schwer verletzt worden. Die unbekannte Täterschaft ist flüchtig.
Kurz nach Mitternacht ging in der Einsatzzentrale der Kantonspolizei die Meldung ein, dass in Wallisellen eine Person durch eine Schussabgabe verletzt worden sei. An der Hertistrasse trafen die Einsatzkräfte auf einen schwer verletzten Mann. Der 24-jährige Syrer wurde durch den Rettungsdienst von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) und einen Notarzt medizinisch versorgt und mit einem Rettungswagen in ein Spital transportiert.
Gemäss den ersten Ermittlungen der Kantonspolizei flüchtete die unbekannte Täterschaft in einem Personenwagen in unbekannte Richtung. Die Fahndung dauert an.
Der Tathergang ist noch unklar und wird durch die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft I untersucht. Das Forensische Institut Zürich sicherte am mutmasslichen Tatort die Spuren. Die Hertistrasse blieb am Samstagmorgen bis etwa 8 Uhr gesperrt. Die Verkehrsgruppe der Feuerwehr Wallisellen richtete eine Umleitung ein. Zusammen mit der Kantonspolizei standen zudem das Institut für Rechtsmedizin, die Kommunalpolizei Dietlikon sowie die Stadtpolizeien Winterthur, Dübendorf und Uster im Einsatz.
Personen, die Angaben zum Vorfall machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei in Verbindung zu setzen. (red.)
Zeugenaussagen bitte an: Kantonspolizei Zürich, Tel. 058 648 48 48
Fest mit Gratiskonzerten: Kinderhospizöffnet seine Türen
Nach der Inbetriebnahme im Januar lädt das Flamingo Kinderhospiz in Fällanden am Samstag, 30. Mai, die Bevölkerung zu einem Eröffnungsfest ein. Herzstück des Fests soll laut Mitteilung der Stiftung Kinderhospiz Schweiz die «Flamingo-Meile» sein, die zentrale Orte in Fällanden verbindet: von der Zwicky-Fabrik über das Schulareal Lätten bis zum Flamingo und zur katholischen Kirche. Entlang dieser Strecke präsentieren sich Partnerorganisationen mit interaktiven Angeboten, Informationsständen und kulinarischen Köstlichkeiten. Die Flamingo-Meile ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Ein besonderer Programmpunkt sind die Führungen durch das Flamingo Kinderhospiz. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblick in die Kinderhospizarbeit und erfahren, wie Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Erkrankungen sowie ihre Familien begleitet und unterstützt werden.
Ab 19 Uhr klingt der Abend in der Zwicky-Fabrik musikalisch aus – mit Blues, Rock ’n’ Roll und viel Herz. Den Auftakt machen Pat and The Blueschargers. Ab 21 Uhr stehen Larissa Baumann, Swiss Blues Award Winner 2024 und 2025, mit ihrer Band sowie Special Guest Toni Vescoli auf der Bühne.
In der Schweiz leben laut Mitteilung mehr als 10 000 Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Krankheiten. «Die Familien leisten Unvorstellbares: 24 Stunden und 365 Tage im Jahr», lässt sich Elisabeth Brenninkmeijer, Geschäftsführerin vom Flamingo, im Communiqué zitieren. Das Kinderhospiz schliesse eine Lücke im Gesundheitssystem und ergänze bestehende Angebote. (pd.)
Samstag, 30. Mai, 11 bis 23 Uhr: www.kinderhospiz-flamingo.ch
Jugendschutz: Testkäufe werden zentral koordiniert
Seit dem 1. Oktober 2024 ist schweizweit das neue Tabakproduktegesetz (TPG) in Kraft. Ein zentrales Instrument zur Überprüfung des Jugendschutzes sind Testkäufe zum Verkauf von Alkohol sowie Tabak- und Nikotinprodukten, deren Ablauf neu kantonal koordiniert ist.
Die Testkäufe werden durch das kantonale Labor geplant und gesteuert. Es finden 2026 kantonsweit je 1000 Testkäufe zu Alkohol und 1000 zu Tabak- und Nikotinprodukten statt. Testkäufe finden verdeckt statt und basieren auf einem kantonalen Konzept sowie nationalen Vorgaben. Nach einem Testkauf erhalten die Betriebe innerhalb von maximal 30 Tagen eine schriftliche Rückmeldung.
Bei einem Verkauf an Minderjährige können verwaltungsrechtliche Massnahmen folgen, inklusive Gebühren und kostenpflichtiger Nach-kontrollen. Bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstössen sind auch Strafanzeigen möglich. Bei korrektem Verhalten wird dies ebenfalls dokumentiert und in den nächsten Planungszyklus einbezogen.
Gemeinden informiert
Die Gemeinden werden mindestens einmal jährlich über die Ergebnisse der Testkäufe und Kontrollen informiert. Diese Auswertungen zeigen auf, wie viele Betriebe den Jugendschutz einhalten und wo Handlungsbedarf besteht. Zudem können Meldungen zu schwerwiegenden Verstössen erfolgen. Die Daten dienen als Grundlage für gezielte Präventionsmassnahmen und die Zusammenarbeit mit Betrieben. Ein aktuell noch offenes Thema ist die Überprüfung von Online-Verkaufsstellen. Hier bestehen noch keine etablierten Kontrollmechanismen; nationale Lösungen sind in Planung.
Die Suchtprävention Bezirk Bülach unterstützt Gemeinden und Betriebe mit konkreten Angeboten im Jugendschutz: kostenlose Materialien (beispielsweise Alterskontrollhilfen), Sensibilisierung und Beratung. (pd.)
Beste Pressefotografien: Das Geschehen hinter den Schlagzeilen
Jeweils im Frühling zeigt das Landesmuseum Zürich die besten Pressefotografien der Schweiz und der Welt. Auch 2026 ermöglichen die beiden Ausstellungen «Swiss Press Photo 26» und «World Press Photo 2026» einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr.
Wie es in einer Medienmitteilung heisst, zeigen die Bilder aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. Etwa nach Soweto in Südafrika, wo junge Tänzerinnen der Joburg Ballet School auf den Auftritt an ihrer Jahresabschluss-Aufführung warten.
Während Ballett in der Zeit der Apartheid eine Domäne der Weissen war, zeigt das im Rahmen von «World Press Photo» prämierte Bild von Ihsaan Haffejee, dass der subventionierte Unterricht für historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen Beitrag zum Wandel leistet – und was das für die Mädchen bedeutet.
Ein Bild in der Ausstellung «Swiss Press Photo 26» führt ins Wallis, wo ein verheerender Bergsturz im Mai 2025 das Dorf Blatten unter sich begrub. Der Schuttkegel staute daraufhin die Lonza, wodurch bis anhin unbeschädigte Häuser überflutet wurden.
Der Fotograf Laurent Gilliéron dokumentierte im September 2025 die surreale Situation zweier Chalets, deren Dächer aus dem Wasser ragen. Die Aufnahme wirkt zunächst fast idyllisch, erst beim zweiten Blick wird das Ausmass der Zerstörung sichtbar.
In der Ausstellung «Swiss Press Photo» werden gemäss Mitteilung rund 130 Bilder in den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
Bei «World Press Photo» sind rund 150 Bilder zu sehen. Sie decken alle Kontinente ab und werden danach an über 60 weiteren Orten auf der ganzen Welt gezeigt. Die beiden Ausstellungen werden ab Mitte November auch im Château de Prangins in der Gemeinde Prangins im Kanton Waadt zu sehen sein.
Die World Press Photo Foundation wird laut Medienmitteilung des Landesmuseums Zürich unterstützt von ihren strategischen Partnern, der Dutch Postcode Lottery und der Fujifilm-Corporation. (pd.)
Ausstellungsdaten
Bis 28. Juni: Swiss Press Photo Bis 7. Juni: World Press Photo
Infos: www.landesmuseum.ch