Opfiker Schulpflege mit neuen Gesichtern

Roger Suter

Die Opfiker Schulpflege wurde mit zwei neuen Gesichtern ergänzt. FDP, SVP und Mitte stellen zusammen drei Mitglieder, SP, Gemeindeverein und Grüne deren vier. Auf das Gremium warten schwierige Aufgaben.

Neben dem Parlament und dem Stadtrat hat das Opfiker Stimmvolk Anfang März auch die Schulpflege für die nächsten vier Jahre bestimmt. Für die 7 Sitze hatten sich 8 Kandidierende beworben: Zwei von der SP, zwei von der Mitte sowie je jemand von den Grünen, dem Gemeindeverein, der SVP und der FDP.

Die meisten Stimmen erzielte der amtierende Schulpräsident Reto Bolliger (Die Mitte) mit 1450. Am zweitmeisten Stimmen erhielt mit 1304 Nadia Jäggi von der FDP, welche neu dazustösst. Platz 3 geht wieder an einen Bisherigen, Veli Balaban vom Gemeindeverein (1193 Stimmen), gefolgt von Silvia Messerschmidt (bisher, 1186). Auf Platz 5 folgt bereits der zweite Neuzugang, Karin Lehmann von der SP (1084 Stimmen). Sie liess die bisherigen Martina Minges (Grüne, 1041 Stimmen) und Shaban Haliti (SP, 911 Stimmen) hinter sich.

Das absolute Mehr von 675 Stimmen ebenfalls erreicht hatte Shpend Fazliu, der zweite Mitte-Kandidat (883 Stimmen); er schied mit dem schlechtesten Resultat aber als überzählig aus. In der parteipolitischen Konstellation ändert sich nichts.

Unbestritten war Reto Bolliger (Mitte) als Schulpräsident. Er erzielte von 2222 gültigen Wahlzetteln 1120 Stimmen; 333 Zettel waren leer, 99 ungültig, 640 enthielten andere Namen.

Die Stimmbeteiligung bei den Schulpflegewahlen betrug beachtliche 26 Prozent; das sind 7 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang zudem, dass Martina Minges damals das beste Resultat erzielte. Weniger Stimmen erhielten damals Veli Balaban, Reto Bolliger und Shaban Haliti.

Kritik von der SVP

Die Schulpflege wird sich – neben dem Alltagsgeschäft und dem herausfordernden schulischen Umfeld – damit befassen müssen, dass die Schule ab Sommer 2026 weniger Ressourcen beziehungsweise Vollzeiteinheiten (VZE) zur Verfügung hat (siehe Artikel in dieser Ausgabe). Zudem verlangt die SVP vom «eher linkslastigen» Gremium, die «überbordende Ausgabenpolitik einzustellen» und «für kollegiale Zusammenarbeit zu sorgen».

Schulpräsident Reto Bolliger hält dazu fest, dass es in der Schulpflege parteipolitisch keine Verschiebungen gegeben habe. Zum Thema Finanzen betont Bolliger, dass die grössten Ausgaben im Schulbudget die Lohnkosten seien. Die Löhne der Klassenlehrpersonen seien genauso vom Kanton festgelegt wie die Anzahl Vollzeiteinheiten (VZE) für die Schule Opfikon. «Sparen könnten wir hier nur, wenn wir nur junge Lehrpersonen mit tieferem Lohn einstellen würden», so Bolliger. «Unser Anspruch und unser Kriterium sind aber gut qualifizierte Lehrpersonen unabhängig vom Alter».

 

«Der grösste Ausgabenposten sind die Löhne, und sie werden vom Kanton festgelegt.»

Reto Bolliger, alter und neuer Schulpräsident

 

Mehr Spielraum habe die Schule bei den kommunal Angestellten (Klassenassistenzen, Deutsch als Zweitsprache DaZ, Logopädie, etc.). Dass die Schule Opfikon mit ihrer Konstellation (hoher Sozialindex) keine günstige sei, wisse man seit längerem. «Eine Arbeitsgruppe aus Schulpflege und -verwaltung soll aber noch in diesem Jahr die Kostenentwicklung genauer prüfen – unabhängig von den Fragen, welche die SVP nun stellt», sagt Bolliger.

Nach der Reorganisation der Schule im 2025 wird jetzt aktuell das Organisationsreglement aus dem 2022 besser an die Schule Opfikon angepasst beziehungsweise ersetzt; es wird per 1. Juli 2026 in Kraft gesetzt. Es sieht neu 7 Ressorts vor anstelle von verschiedenen Ausschüssen aus jeweils 3 Mitgliedern.