Mit dem Ja zur Fusion die Zukunft der Kirchgemeinden sichern

In einer gemeinsamen Medienmitteilung sprechen sich die reformierten Kirchgemeinden von Wallisellen, Opfikon und Kloten klar für die geplante Fusion aus. Die Stimmberechtigten werden aufgerufen, am 14. Juni ein Ja in die Urne zu legen.

In einer Medienmitteilung legen die Kirchenpflegen der drei Gemeinden dar, weshalb sie die Fusion als wichtigen Schritt für die Zukunft erachten. So sei das Vorhaben seit 2023 in einem breit ­angelegten Prozess geprüft worden. Mehrere Arbeitsgruppen hätten sich mit ­zentralen Themen wie Leitbild, theologischer Ausrichtung, Organisation, Finanzen, Personal sowie Liegenschaften befasst. Begleitet wurde dieser Prozess von Informationsveranstaltungen, an denen auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung aufgenommen worden seien. Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, handelt es sich bei der Fusionsvorlage ausdrücklich nicht um ein Sparprojekt. Vielmehr soll die neue Kirchgemeinde «an der Glatt» die bestehenden Angebote ausbauen und die Attraktivität der Kirche in der Region erhöhen. Die Präsenz vor Ort bleibt dabei erhalten: Gottesdienste sollen weiterhin in allen drei Gemeinden stattfinden. Ein zentrales Argument der Befürworter ist die geplante Stärkung der personellen Ressourcen. Durch zusätzliche Stellen sollen Angebote gezielter auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtet und die Qualität der kirchlichen Arbeit verbessert werden. Gleichzeitig ist eine Vereinheitlichung der Administration vorgesehen, wobei in jeder Gemeinde weiterhin eine Anlaufstelle bestehen bleibt.

Auch finanziell sehen die Verantwortlichen laut Medienmitteilung eine stabile Grundlage. Mit einem Steuerfuss von 8 Prozent sei die neue Struktur langfristig tragfähig. Die drei Gemeinden bringen unterschiedliche finanzielle Stärken ein: Während Wallisellen über hohe Mieteinnahmen verfügt, ist Kloten schuldenfrei und besitzt Finanzvermögen. Opfikon wiederum weist eine stabile und ausgeglichene Finanzrechnung auf. Die Unterstützung für die Fusion ist jedoch nicht einhellig.

Es gibt auch Kritik

So lehnen die Pfarrkonvente von Walli­sellen und Kloten das Vorhaben ab. In Wallisellen sprechen sich zudem der Gemeindekonvent und die Rechnungsprüfungskommission gegen die Vorlage aus. Demgegenüber stehen die drei Kirchenpflegen sowie die Mehrheit der übrigen Gremien hinter der Fusion. Die Kirchenpflegen zeigen sich überzeugt, dass die Fusion eine langfristig positive Entwicklung ermöglicht und zur Stabilisierung der Mitgliederzahlen beitragen kann. Die Entscheidung darüber liegt nun bei den Stimmberechtigten am 14. Juni.  (dj.)

Informationen: www.ref-anderglatt.ch