Mehr Freiheit beim Handgepäck, mehr Geduld an der Grenzkontrolle
Morgen gehen die Sommerferien los: Der Flughafen Zürich rechnet mit mehr als 110 000 Passagieren an Spitzentagen.Diese Tipps für einen möglichst reibungslosen Abflug sollte man beachten.
Die Sicherheitskontrolle ist dank Einsatz von CT-Scannern einfacher. Bei der Passkontrolle muss dafür zu Spitzenzeiten aufgrund eines neuen gesetzlich vorgeschriebenen Reiseprozesses mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Dies geht aus einer Mitteilung des Flughafens Zürich hervor.
Die Sommerferien gehören zur verkehrsreichsten Zeit am Flughafen Zürich. An Spitztagen werden regelmässig mehr als 110 000 Passagiere am Flughafen Zürich erwartet. Mit einer guten Vorbereitung könnten Reisende viel zu einem gelungenen Ferienstart beitragen. Wer automatisierte Prozesse bei der Gepäckaufgabe und Passkontrolle nutze, könne die eigene Wartezeit reduzieren.
Richtig packen
Reisenden wird empfohlen, vor dem Packen die aktuellen Bestimmungen ihrer Fluggesellschaft zu prüfen. Zu den wichtigsten Regeln für die Reise ab Flughafen Zürich gehören:
Batterien (bis zu 18 Stück mit maximal je 100 Wattstunden), Powerbanks (maximal zwei Stück mit maximal je 100 Wattstunden) und E-Zigaretten sind nur im Handgepäck erlaubt. Gegenstände wie Brennpasten, Wunderkerzen, Feuerwerk, Farben, Säuren sowie giftige oder ätzende Stoffe dürfen nicht transportiert werden.
Online einchecken
Viele Fluggesellschaften bieten gemäss Mitteilung die Möglichkeit, bereits vor der Anreise online oder am Vorabend einzuchecken. Die Check-in-Schalter öffnen frühestens um 4 Uhr.
Die empfohlene Einfindungszeit für einen spezifischen Flug findet man auf der Flughafen-Website, ebenso die aktuellen Wartezeiten für das Check-in, die Sicherheitskontrolle und die Passkontrolle. Über die Funktion «Flug merken» können die Fluginformationen zusätzlich abonniert werden.
Gepäck selbstständig abgeben
Passagiere der Lufthansa Group (Lufthansa, Swiss, Edelweiss, Austrian, Air Dolomiti und Brussels Airlines) sowie Aegean Airlines, Air Baltic, Air France, Chair Airlines, Condor, Etihad Airways, KLM und SAS Scandinavian Airlines können ihr Gepäck an Self-Bag-Drop-Automaten selbstständig abgeben. Die Gepäcketikette kann an Automaten in allen Check-in-Bereichen, in der Ankunft 1 sowie im Airport Shopping auf dem Weg zum Check-in mittels Bordkartenscan gedruckt werden. Anschliessend kann das Gepäck am entsprechenden Schalter oder – bei den genannten Airlines – direkt am Self Bag Drop aufgegeben werden. Die Self-Bag-Drop-Automaten befinden sich im Check-in 2, Reihe 5, sowie im Check-in 3 für die Lufthansa Group.
Um das Self-Bag-Drop-Angebot nutzen zu können, müssen Passagiere online eingecheckt und im Besitz ihrer Bordkarte sein. Wichtig laut Flughafen Zürich: Gepäckstücke dürfen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Solche Gegenstände können zu einer Sperrung der Infrastruktur oder zu einer Evakuation von Teilen des Flughafens führen.
Schnell durch Sicherheitskontrolle
Am Flughafen Zürich dürfen lokal abfliegende Passagiere neu Flüssigkeitsbehälter bis zu einem Fassungsvermögen von zwei Litern im Handgepäck mitführen. Für die Rückreise oder bei Umsteigeverbindungen gelten je nach Flughafen unterschiedliche Bestimmungen zur Flüssigkeitsobergrenze. Passagieren wird trotz Aufhebung der Flüssigkeitsobergrenze empfohlen, genügend Zeit für die Sicherheitskontrolle einzuplanen. Wichtig: Doppelwandige Flaschen (zum Beispiel Thermosflaschen) dürfen nur leer mitgenommen werden, da diese aufgrund der Beschaffenheit des Gehäuses von den Geräten nicht kontrolliert werden können. Analoge Fotofilme am besten separat vorweisen und manuell kontrollieren lassen, weil sie durch CT-Scanner beschädigt werden können.
Grenzkontrolle dauert länger
Mit dem neuen Einreise- und Ausreisesystem der EU (Entry/Exit System, EES) verändern sich an den Schengen-Aussengrenzen die Einreisebestimmungen. Bei Reisenden aus Staaten ausserhalb der EU und des Schengen-Raums werden bei der ersten Einreise die biometrischen Daten erfasst und registriert.
Für Schweizer Staatsangehörige, Bürgerinnen und Bürger der EU- und Efta-Staaten sowie Personen mit einer Schweizer oder EU Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung (beispielsweise B oder C) ändert sich am Grenzkontrollprozess grundsätzlich nichts. Dennoch kann es aufgrund der neuen Prozesse und des hohen Passagieraufkommens zu längeren Wartezeiten kommen. Die Personaleinsätze der Kantonspolizei Zürich an den Passkontroll-Schaltern werden laufend an das Passagieraufkommen angepasst.
Schweizer Staatsangehörigen sowie Bürgerinnen und Bürgern der EU- und Efta-Staaten empfiehlt der Flughafen in der Mitteilung, bei der Ein- und Ausreise nach Möglichkeit die automatisierte Passkontrolle – E-Gates – zu nutzen. Sie reduzieren die Wartezeit an der Passkontrolle. Die E-Gates stehen Personen ab 18 Jahren für die Ausreise und Personen ab 12 Jahren für die Einreise zur Verfügung. (pd.)