Leserbrief: 10-Millionen-Schweiz – Wachstum wohin?
Zur Abstimmung vom 14. Juni 2026
Seit dem Jahr 2000 gibt es 36% mehr Wohnungen in der Schweiz. Vier von fünf wurden allein aufgrund der Zuwanderung gebaut. In nur neun Jahren wuchs die Siedlungsfläche um die doppelte Fläche des Zürichsees.
Durchschnittlich wandern rund 100 000 Personen pro Jahr netto in die Schweiz ein. Aus der EU, aus Drittstaaten oder via Asylsystem. Diese Menschen brauchen zusätzlich 45 000 Wohnungen, 2500 Ärzte und Pflegekräfte, 53 000 Autos, 100 Schulhäuser, 600 Schulklassen, 780 Vollzeit-Lehrkräfte. Sie produzieren 67 000 Tonnen Abfall und beanspruchen 20 Prozent der Jahresproduktion des KKW Beznau an Energie pro Jahr. 100 000 Personen verbrauchen etwa 14 Millionen Liter Trinkwasser pro Tag!
Mittlerweile bauen Zuwanderer Wohnungen für Zuwanderer, Zuwanderer pflegen Zuwanderer, Zuwanderer unterrichten Zuwanderer.
Zum angeblichen «Pflegenotstand» und zum «Fachkräftemangel»: Der Bereich Gesundheit/Pflege macht gerade mal 3,6% der Gesamtzuwanderung aus, bei Pflegekräften sogar nur 0,5%.
Von zehn Zugewanderten arbeiten nur 4 bis 5 und davon nur eine Person in einem Bereich mit Fachkräftemangel. Die Sozial- und Verwaltungskosten explodieren. Die Probleme bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt werden heruntergespielt oder gar geleugnet.
Mit einem Ja zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» können weiterhin 40 000 Einwanderer in die Schweiz kommen. Das ist massvoll und ausreichend, um offene Fachstellen zu besetzen. Stoppen wir diese für unser kleines Land schädliche Endlosspirale.
Beatrix Jud, alt Stadträtin
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