Landesmuseum: So wurde die Schweiz zum Tresor
Die Schweiz gehört zu den wichtigsten Finanzplätzen der Welt. Wie es dazu kam, zeigt das Landesmuseum Zürich bis Anfang November in der Ausstellung «Bankenland Schweiz». Der Rundgang beginnt lange vor den ersten Banken. Jüdische Geldverleiher, lombardische Händler und städtische Wechselstuben machten Geschäfte mit Geld und Kredit, bevor im 19. Jahrhundert Sparkassen und Kantonalbanken entstanden. Später finanzierten Grossbanken in Zürich, Basel und Genf die Industrialisierung. Mit dem Bankgeheimnis stieg die Schweiz im 20. Jahrhundert zur Finanzdrehscheibe auf. Die Ausstellung erzählt keine reine Erfolgsgeschichte. Konkurse, die internationale Kritik am Bankgeheimnis und Übernahmen wie jene der Credit Suisse durch die UBS haben das Vertrauen in die Banken wiederholt erschüttert. Zu sehen ist etwa ein Kundensafe der Schweizerischen Volksbank von 1912. Die einst zweitgrösste Bank des Landes stand 1933 kurz vor dem Konkurs und wurde 1993 von der Credit Suisse übernommen. Medienstationen und Umfragen laden das Publikum ein, sich mit dem heutigen Finanzplatz auseinanderzusetzen. Damit es den Kindern nicht langweilig wird, gibt es spielerische Elemente. (pd.)
Weitere Informationen: www.landesmuseum.ch/bankenland