Kantonspolizei: Zwei Verkehrsdienste verzeigt
Kantonspolizei: Zwei Verkehrsdienste verzeigt
Die Kantonspolizei kontrollierte anfangs April zusammen mit der Stadtpolizei Uster zehn private Verkehrsregeldienste bei ihrer Arbeit. Zwei Firmen mussten beanstandet und ans Statthalteramt verzeigt werden.
Neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wurden unter anderem die Signalisation, die Warnkleidung sowie die Qualität der Verkehrszeichengebung überprüft. Bei den meisten zeigten die Kontrollen lediglich kleinere Schwachstellen auf, die vor Ort korrigiert werden konnten. Zwei Verkehrsdienste aber, die in Fehraltorf und in Hinwil als Subunternehmer tätig waren, beschäftigten Personal, das nicht über die gesetzlich vorgeschriebene Bewilligung zur Verkehrsregelung verfügte. Sie wurden an die Statthalterämter verzeigt. Ein Mitarbeiter eines privaten Verkehrsdienstes war zur Aufenthaltsausforschung ausgeschrieben. (pd.)
Weniger Ausstoss von Treibhausgas
Die Schweiz hat ihren Treibhausgas-Ausstoss aus Gebäuden, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft 2024 um 27,3 Prozent gegenüber 1990 vermindert. Er belief sich auf 40,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente, rund eine halbe Million Tonnen weniger als 2023. Dies geht aus dem jährlichen Treibhausgasinventar des Bundesamts für Umwelt (Bafu) hervor.
Der Treibhausgas-Ausstoss der Schweizer Gebäude lag 47 Prozent unter dem Wert von 1990. Gegenüber 2024 sank der Ausstoss um 0,2 Millionen Tonnen. Ein wichtiger Grund dafür ist laut Bafu der deutliche Anstieg beim Einbau von Wärmepumpen in den letzten Jahren. Aktuell trägt der Sektor Gebäude 22 Prozent zum totalen Treibhausgas-Ausstoss bei.
Der Ausstoss des Verkehrs lag fast 10 Prozent unter dem Wert von 1990. Er trägt heute 33,5 Prozent zum gesamten Treibhausgas-Ausstoss bei. Der Ausstoss der Landwirtschaft ist gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant geblieben (13 Prozent weniger als 1990). Und der Industriesektor verbesserte sich um 33 Prozent. Sein Anteil liegt aktuell bei 22,3 Prozent. (pd.)
Kanton Zürich: Arbeitsmarkt zeigt sich stabil
Der Arbeitsmarkt im Kanton Zürich präsentiert sich weiterhin robust. Im März blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,0 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine leicht rückläufige Dynamik bei den offenen Stellen sowie eine vorsichtigere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Unternehmen.
Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat um knapp 300 auf insgesamt 26 450 Personen. Nach saisonaler Bereinigung ergibt sich hingegen ein leichter Anstieg um 304 Personen, was auf eine gewisse Abschwächung der Entwicklung hindeutet.
Ein Blick auf die einzelnen Branchen zeigt ein differenziertes Bild. Rückgänge der Arbeitslosigkeit wurden insbesondere im Baugewerbe (–124) verzeichnet – eine saisonal übliche Entwicklung. Auch in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen ging die Zahl der Arbeitslosen zurück (–81). Demgegenüber stieg die Arbeitslosigkeit in der Finanz- und Versicherungsbranche (+65) sowie im Bereich Informatik und Kommunikation (+32). Diese Verschiebungen deuten auf strukturelle Veränderungen innerhalb des Arbeitsmarktes hin. (pd.)
Jugendkriminalität: Weniger, aber komplexere Fälle
Die Jugendkriminalität im Kanton Zürich ist 2025 zum dritten Mal in Folge gesunken. Insgesamt 6 019 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren – also jeder 22. – gerieten mit dem Gesetz in Konflikt, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Jugendgewalt ging zurück: 932 Jugendliche mussten sich wegen eines Gewaltdelikts verantworten (−2,3 %), wie die Oberjugendanwaltschaft kürzlich mitgeteilt hat.
Deutlich zugenommen haben hingegen Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz: 29,5 Prozent der straffälligen Jugendlichen wurden deswegen verurteilt, 2023 waren es noch 16,6 Prozent. Hauptursache sind Trendfahrzeuge wie E-Trottinetts und Elektroroller, bei denen Alterslimiten und Vorschriften häufig missachtet werden. Unzulässige Modifikationen an den Fahrzeugen führen zusätzlich zu Verweisen und Bussen.
Herausfordernd bleibt die wachsende Komplexität der Fälle: 31,5 Prozent der Beschuldigten sind zwischen 10 und 14 Jahre alt. Die Jugendstrafrechtspflege setzt auf Innovation, etwa mit dem neuen Trainingsprogramm «Choose» zur Rückfallprävention und dem Projekt «Child Friendly Justice» für kindgerechte Verfahren. Im Massnahmenzentrum Uitikon läuft zudem ein Pilotprojekt mit einer geschlossenen Übergangsstation für Jugendliche in akuten Krisensituationen. (red.)
Die Dargebotene Hand: Alle 18 Minuten ein Gespräch
Nachdem die Zahl der Gespräche über Jahre angestiegen ist und sich auf hohem Niveau eingependelt hat, sind die Anrufe bei 143.ch – Die Dargebotene Hand Zürich – gemäss einer Medienmitteilung 2025 um knapp 10 Prozent auf 28 172 Gespräche zurückgegangen. 143.ch bleibt dennoch stark gefragt: Im Durchschnitt wird rund um die Uhr alle 18 Minuten ein Gespräch geführt.
KI verweist Anrufende auf 143.ch
Der Rückgang der Gesprächszahlen am Telefon könnte auf gesellschaftliche Entwicklungen hinweisen. Zum einen wird seit einiger Zeit immer mehr schriftlich kommuniziert und weniger telefoniert. Im Weiteren sind Chatbots eine Alternative zur Dargebotenen Hand. Wie 143.ch kann die KI zu jedem Thema und rund um die Uhr angegangen werden. Im Unterschied zu 143.ch kennt sie keine Grenzen der Kapazität und Empathie. Andererseits erwähnen regelmässig Anrufende, dass sie von Bots dazu ermutigt wurden, sich mit ihren meist schweren Problemen an 143.ch zu wenden.
Thematisch setzt sich am Telefon der Trend der vergangenen Jahre fort. Die Zahl der Anrufenden mit psychischen Schwierigkeiten hat nochmals zugenommen (45%). Gespräche, in denen es um Suizid geht, haben gar um einen Fünftel auf 4 Prozent zugelegt.
Überlastete Chatberatung
Die Nachfrage nach der Onlineberatung nimmt ständig zu. Dank einer Kapazitätserweiterung am Abend konnten im vergangenen Jahr mit 2626 Chats etwa 6 Prozent mehr Onlineberatungen durchgeführt werden. Dennoch bleiben die Kapazitätsengpässe bestehen. Trotz der Ausweitung des Angebots finden 69 Prozent der Anfragenden keinen freien Chatraum und erhalten die Aufforderung, es später erneut zu versuchen oder 143 anzurufen. Was die Anliegen im Chat angeht, zeigten sich im vergangenen Jahr keine grossen Änderungen. In rund 15 Prozent der Beratungen bleibt Suizidalität ein Thema, die online viermal mehr als am Telefon zur Sprache kommt. (pd.)
Zeckenstiche: Meldungen nehmen stetig zu
Zecken sind in der Schweiz weit verbreitet und kommen heute in immer mehr Regionen vor, das ganze Land gilt inzwischen als Risikogebiet. Seit 2005 ist die Zahl der gemeldeten Zeckenstiche laut Suva deutlich gestiegen: Zwischen 2005 und 2009 wurden pro Jahr rund 9000 Zeckenstiche als Unfälle gemeldet. Zwischen 2020 und 2024 waren es bereits über 14 000.
Ein möglicher Einflussfaktor ist das Klima: Mildere Temperaturen begünstigen die Ausbreitung der Zecken und verlängern ihre Aktivitätszeit. Gleichzeitig führen sie dazu, dass die Menschen mehr Zeit im Freien verbringen. Das Wetter beziehungsweise die Temperaturen sind auch der Hauptgrund für die jährlichen Schwankungen.
Zecken neu ganzjährig aktiv
Auf eine klassische «Hochsaison» ist immer weniger Verlass. Durch mildere Temperaturen können Zecken in der Schweiz nahezu ganzjährig aktiv sein. In warmen Wintern werden sie früher aktiv und bleiben länger auf Nahrungssuche. Die meisten Zeckenstiche bleiben für die Betroffenen ohne bleibende Folgen. Sie können aber auch Krankheitserreger übertragen. Die wichtigsten sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Gegen FSME kann man sich impfen lassen. Zusätzlich helfen einfache Massnahmen wie geschlossene, helle Kleidung tragen oder das Verwenden von Zeckenschutzmitteln.
Zecken sollten möglichst rasch entfernt werden. Je länger sie Blut saugen, desto höher ist das Risiko einer Infektion. Die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenzange – oder notfalls mit dem Fingernagel – möglichst hautnah greifen und langsam gerade herausziehen. Keine Hausmittel wie Öl verwenden. Anschliessend sollte die Stelle desinfiziert werden.
Bei Symptomen wie einer sich ausbreitenden Rötung, Fieber oder Kopfschmerzen sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Weiter ist gut zu wissen: Ein Zeckenstich gilt rechtlich als Unfall. Die Kosten werden deshalb von der Unfallversicherung übernommen. (pd.)