Kanton schärft Strategieder Flughafen Zürich AG

Daniel Jaggi

Der Regierungsrat hat eine überarbeitete Eigentümerstrategie für die Flughafen Zürich AG beschlossen. Neu sollen klare Messgrössen sicherstellen, dass strategische Ziele wie Erreichbarkeit, Qualität und Klimaschutz systematisch überprüft werden können.

Mit der nun verabschiedeten Eigentümerstrategie sowie einem ergänzenden Governance-Konzept will der Regierungsrat Transparenz, Steuerung und Kontrolle der kantonalen Beteiligung weiter verbessern. Seit der Privatisierung des Flughafens im Jahr 1999 hält der Kanton eine Minderheitsbeteiligung von etwas mehr als einem Drittel am Aktienkapital der börsenkotierten Flughafen Zürich AG (FZAG). Zudem ist er mit drei Vertretern im achtköpfigen Verwaltungsrat präsent. Aufgrund dieser bedeutenden Beteiligung ist der Kanton verpflichtet, eine klare Eigentümerstrategie zu definieren.

Messbare Ziele als Vorgabe

Die nun grundlegend überarbeitete Strategie setzt auf messbare Ziele. Künftig sollen quantitative und qualitative Indikatoren festlegen, ob die Vorgaben erreicht werden. Diese bilden die Basis für Controlling und Berichterstattung. Inhaltlich orientieren sich die Ziele stark an den Interessen des Kantons: Dazu zählen eine gute internationale Erreichbarkeit im Vergleich zu anderen europäischen Drehkreuzen, eine hochwertige Infrastruktur, weniger Flugbewegungen nach 23 Uhr ­sowie eine Reduktion der Treibhausgasemissionen. «Mit der neuen Eigentümerstrategie schärfen wir unsere strategischen Ziele und machen sie messbarer», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

 

«Mit der neuen Eigentümerstrategie schärfen wir unsere strategischen Ziele und machen sie messbarer.»

Carmen Walker Späh, Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich

 

Parallel dazu hat der Regierungsrat ein Governance-Konzept verabschiedet. Dieses soll die Rollen zwischen Kanton, Verwaltungsrat und weiteren Akteuren klarer definieren. Zudem werden Strategie- und Risikocontrolling gestärkt und der Informationsfluss neu geregelt. Insbesondere werden Unterstützungsprozesse für die kantonalen Verwaltungsratsmitglieder klar von Controlling- und ­Reporting-Aufgaben getrennt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des kantonalen Risikomanagements, das künftig sämtliche relevanten Risiken umfassender abdecken soll. Damit reagiert der Regierungsrat auch auf Forderungen der Finanzkontrolle und des Kantonsrats.