Jahreskonzert der Stadtmusik: Beste Unterhaltung
Die Stadtmusik Opfikon-Glattbrugg lud zum Jahreskonzert in die reformierte Kirche. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert von der grossen Vielfalt der gespielten Werke, die vom Marsch bis zur Pop-Hymne reichte.
Traditionsgemäss marschierten die zirka 20 Musikerinnen und Musiker der Stadtmusik Opfikon-Glattbrugg hinter dem Fahnenträger in die reformierte Kirche ein. Das Konzert begann fulminant mit «Beach Boys Golden Hits». Danach begrüsste Iris Weber, seit drei Jahren Vizepräsidentin der Stadtmusik, die Anwesenden, unter ihnen auch zahlreiche jüngere Menschen. Passend zum Titel des Konzerts «Musik, die uns gefällt» fragte sie ein paar Musiker, welche Musik sie bevorzugen. Später fragte dann auch Dirigent Eduard Kuster einige Musikerinnen, welche Musikstil sie vorziehen. Die Antworten waren sehr unterschiedlich und reichten von Swing über Rock ’n’ Roll und Marschmusik bis Klassik.
Sehr vielfältig war auch das Konzert der Stadtmusik. Sie spielte weiter «Prager Blut», einen Marsch von Emil Stolz. Danach folgte «Gala Blues», Marsch und Blues von Franz David. Das nächste Stück stand ganz im Zeichen der Liebe. Die Stadtmusik präsentierte von Connie Francis ein Medley mit «Paradiso», «Die Liebe ist ein seltsames Spiel», «Barcarole in der Nacht» und «Schöner fremder Mann».
Mit dem Werk «Die Moldau» des tschechischen Komponisten Smetana folgte nicht das altbekannte klassische Werk, sondern eine von Jan Hasa arrangierte Version. Passend zum Opfiker Stadtmusikanten und «Hauskomponisten» spielte die Stadtmusik nachher eine böhmische Polka. Die Cecilka-Polka «Auf der Vogelwiese» von Josef Poncar animierte die Anwesenden zum Wippen und Klatschen.
Klatschen bis zur Zugabe
Ein emotionaler Höhepunkt war das Werk «You Raise Me up». Mit dem deutschen Text, den Dirigent Kuster vorher vorlas, konnten die meisten Anwesenden zwar wenig anfangen. Der Applaus des Publikums nach der Pop-Ballade des norwegisch-irischen Duos Secret Garden aber war riesig. Abgeschlossen wurde das unterhaltsame Konzert mit «Golden Swing Time», das heisst mit «Hello Dolly», «Mackie Messer», «Bei mir bist du schön» und «In der Strasse wohnst du». Das Publikum klatschte weiter, bis die Stadtmusik eine Zugabe spielte. Beim Werk «Hallelujah» von Leonard Cohen präsentierte Dirigent Kuster einmal mehr seine beeindruckende Stimmkraft. Zum endgültigen Abschluss des Konzertes folgte «On the Road». Die Begeisterung der Anwesenden über die vielfältigen Blasmusikklänge war sehr gross. Weber dankte speziell den Musikern Jan Hasa und Hans Zolliker für ihre Unterstützung der Stadtmusik mit einem Präsent. Danach waren alle zu einem Apéro eingeladen.
Nächstes Jahr 100
Im nächsten Jahr feiert die Stadtmusik Opfikon-Glattbrugg das 100‑Jahr-Jubiläum. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Ob Iris Weber, die seit kurzem pensioniert ist, dann nicht mehr Vize-, sondern Präsidentin ist, wird sich zeigen. Sie erfülle die präsidialen Aufgaben bereits jetzt, meinte sie beim Konzert. Sie ist seit bald 20 Jahren – mit einem Unterbruch – in der Stadtmusik Opfikon-Glattbrugg. «Spass habe ich immer noch», betonte sie.