Ja zur Parkplatzverordnung Airport City

Pro-Komitee Parkplatzverordnung EVP, GLP, Gemeindeverein, SP, Grüne

Ein Komitee engagiert sich für, das andere gegen die neue Parkplatzverordnung Airport City. Der «Stadt-Anzeiger» stellt die Argumente einander gegenüber.

Das neue Parkplatzreglement für die Airport City regelt, wie künftig bei Neubauten, Umbauten und Nutzungsänderungen mit Parkplätzen umgegangen wird. Wichtig zuerst: Bestehende, rechtmässig bewilligte Parkplätze werden nicht einfach aufgehoben. Wie das Abstimmungsdokument klarstellt: «Die Teilrevision der Parkplatzverordnung führt nicht zu einem Abbau bestehender Parkplätze. Bestehende Anlagen haben Bestandesschutz gemäss §  357 und § 243 Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich (PBG).» Fakt ist also, dass bestehende und bewilligte Parkplätze immer bestehen bleiben können, bis durch eine Nutzungsänderung oder einen Umbau mit Erweiterung eine Neuberechnung der Parkplätze notwendig wird. Bis dahin unterstehen sie der Bestandesgarantie.

Das Reglement ist also keine rückwirkende Kürzung von Parkraum, sondern eine Regelung für die Zukunft. Es schafft eine Bandbreite zwischen minimaler und maximaler Anzahl Parkplätze, die projektspezifisch genutzt werden kann. Wer weniger als die Hälfte des maximalen Bedarfs realisieren will, muss ein Mobilitätskonzept vorlegen, das zeigt, wie Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Besucherinnen den Standort erreichen sollen und wie unerwünschter Ausweichverkehr verhindert wird. Solche Konzepte sind kein Selbstzweck: Sie sichern, dass weniger Parkplätze nicht zu mehr Wildparkieren oder zu zusätzlichem Verkehr in den Quartieren führen.

 

«Die PPV gibt Planungs­sicherheit, klare Regeln zur Bewirtschaftung und Instrumente, um den Verkehr zu steuern. Es schützt Wohnquartiere vor zusätzlichem Durchgangsverkehr und macht den ÖV attraktiver.»

Pro-Komitee Parkplatzverordnung EVP, GLP, Gemeindeverein, SP, Grüne

 

Warum das wichtig ist: Die Airport City wächst – mehr Wohnungen, mehr Arbeitsplätze. Das bestehende Strassennetz ist begrenzt ausbaubar; an einzelnen Knoten gibt es heute schon Spitzenbelastungen. Gleichzeitig ist die Gegend sehr gut mit ÖV ­erschlossen. Das Reglement orientiert die Stellplatzplanung stärker an dieser ÖV-Qualität, damit Investitionen in Tram, S-Bahn und Velowege auch tatsächlich zu weniger Autoverkehr führen. Bewirtschaftungspflichten (Gebühren) verhindern, dass Parkplätze dauerhaft kostenlos sind und so zusätzlichen Verkehr anziehen.

Für Gewerbe und Handwerk ändert sich nicht grundlegend, was betrieblich notwendig ist: Betriebsnotwendige Fahrzeuge auf Firmengelände bleiben in der Praxis berücksichtigt. Das Reglement verbietet hingegen gebietsfremde Parkierungsanlagen, also Parkplätze, die primär für Flughafenpassagiere oder externe Nutzerinnen gedacht sind. So wird ­verhindert, dass die Airport City zur Ausweichparkzone wird.

Was bringt ein Ja an der Urne konkret? Es gibt Planungssicherheit für künftige Projekte, klare Regeln zur Bewirtschaftung und Instrumente, um den Verkehr zu steuern. Es schützt Wohnquartiere vor zusätzlichem Durchgangsverkehr und macht die Nutzung des öffentlichen Verkehrs attraktiver. Eine Ablehnung würde bestehende Parkplätze zwar nicht automatisch vermehren; sie könnte aber dazu führen, dass der Kanton bei späteren Revisionen strengere Vorgaben macht oder die Regelung weniger planbar wird.

Kurz gesagt: Das Reglement nimmt Rücksicht auf bestehende Rechte, richtet die künftige Entwicklung aber so aus, dass die Airport City lebenswert bleibt und das Strassennetz nicht überlastet wird. Stimmen Sie Ja zum Parkplatzreglement Airport City – für eine nachhaltige, planbare und lebenswerte Entwicklung unserer Region.

«Die PPV gibt Planungs­sicherheit, klare Regeln zur Bewirtschaftung und Instrumente, um den Verkehr zu steuern. Es schützt Wohnquartiere vor zusätzlichem Durchgangsverkehr und macht den ÖV attraktiver.»

 

Die Argumente des Contra-Komitees

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