Im Wald ist aktuell Vorsicht geboten
Die lange Trockenheit hat das Risiko erhöht, dass Äste oder ganze Baumkronen unvermittelt abbrechen und auf Menschen fallen. Das macht die Waldarbeit für Forstbetriebe unberechenbar. Auch Spaziergängerinnen, Wanderer oder Biker sollten sich der veränderten Situation bewusst sein.
Die Hitze und der fehlende Regen setzen den Wäldern in weiten Teilen der Schweiz zu. Den Sicherheitsspezialisten der Suva werden vermehrt Spontanabbrüche von Ästen oder ganzen Baumkronen gemeldet – insbesondere aus Wäldern des Mittellands und des Jurabogens. Von Spontanabbrüchen betroffen sind vor allem Buchen und andere Laubbäume – es können aber auch Bäume im eigenen Garten sein.
Durch die lang anhaltende Trockenheit verlieren Äste und Kronenteile an Stabilität und können teilweise ohne äussere Einwirkung abbrechen. Da viele der betroffenen Bäume gesund aussehen, sei die Situation besonders tückisch, schreibt die Suva in einer Medienmitteilung. Für Waldbesuchende bedeutet das jedoch nicht, den Wald grundsätzlich zu meiden. Wer sich im Wald aufhält, sollte aufmerksam bleiben, Warnhinweise beachten und sich nicht unnötig lange unter grossen Bäumen aufhalten. Bei Wind oder gar Sturm ist der Verzicht auf einen Waldspaziergang jedenfalls die sichere Variante.
Die Gefahr ist nicht sichtbar
Die Trockenheit hat auch Auswirkungen auf die Holzernte. «Die Trockenheit verändert das Risikoprofil im Wald wesentlich – auch für erfahrene Forstleute. Wer jetzt im Wald arbeitet, muss sich der aussergewöhnlichen Situation bewusst sein und die zusätzlichen Gefahren berücksichtigen», sagt Urs Limacher, Teamleiter Forst bei der Suva. Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt die Suva eine sorgfältige Planung vor jedem Einsatz. Moderne Holzernteverfahren etwa können die Sicherheit erhöhen, da sich der Mensch dabei nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich befindet. (pd.)