«Ich habe weder hier noch anderswo bislang Gespräche geführt»
Klotens Topskorer Dario Meyer gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Captain-Nachfolge des zurückgetretenen Steve Kellenberger. Im Interview spricht Meyer über den Trainerwechsel, die Teamreise und seine Zukunft.
Bereits in der ersten Saison nach dem Aufstieg (2022/23) hatte der heute 29-jährige Berner bei den Zürcher Unterländern diese Rolle übernommen. Seit Jahren gehört er zu den wichtigsten Führungsspielern des Teams. Auch sportlich war Meyer in der abgelaufenen Saison prägend. Mit 28 Punkten stellte der Teamleader eine persönliche Bestmarke in der National League auf und steuerte mit 15 Treffern entscheidende Tore zum 12. Rang und zum vorzeitigen Ligaerhalt bei. Vielleicht wird Meyer zudem für den ersten Teil der Heim-WM-Vorbereitung des Schweizer Nationalteams aufgeboten. Ein Entscheid dürfte in den nächsten Tagen fallen. Im Vorjahr waren von Kloten Goalie Ludovic Waeber sowie die Stürmer Mischa Ramel und Axel Simic zu Beginn der Vorbereitung dabei.
Wie verlief die Teamreise kurz nach Saisonende – der Kurztrip nach Lissabon?
Wir hatten gutes Wetter, und es war wirklich jeder aus dem Kader dabei. Das war ein wirklich cooler Abschluss für uns, auch wenn es eher ruhig war.
Der Trainerstab wird mit Ausnahme des Headcoaches komplett erneuert. Wie nehmen Sie das als Führungsspieler wahr?
Das lässt mich schon nicht kalt. Ich habe mit Kimmo Rintanen als Stürmer im Training sehr viel Zeit verbracht. Und auch Beni Winkler werde ich als Mensch sehr vermissen. Aber ich kann als Spieler solche Entscheide nicht beeinflussen. Ich muss sie so nehmen, wie sie sind. Das sind Wermutstropfen, die halt dazugehören. Dazu zählt auch die Nichtverlängerung des Vertrags von Tyler Morley, mit dem ich ein gutes Verhältnis aufgebaut habe.
«Für mich ist das Ziel, vor Beginn der neuen Saison Klarheit zu haben – egal, was es dann ist.»
Im Vorjahr mussten bereits fünf von sechs Imports gehen.
Positiv werden wir sicher aufnehmen, dass neue Impulse kommen. Das wird nun mit den neuen Coaches wieder der Fall sein.
Ihr Vertrag läuft noch bis 2027. Wird er verlängert? Von Vereinsseite heisst es, die Gespräche würden nun aufgenommen.
Wir werden über den Sommer Zeit haben, das zu regeln. Für mich ist das Ziel, vor Beginn der neuen Saison Klarheit zu haben – egal, was es dann ist.
Was heisst das konkret? Ist ein Verbleib über 2027 hinaus wahrscheinlicher als ein Weggang?
Dass ich dann einen neuen Vertrag unterschrieben habe. Ich habe weder hier in Kloten noch anderswo bislang Gespräche geführt.
Henry bleibt Kloten erhalten
Der EHC Kloten wird auch in der kommenden Saison auf Joel Henry zählen. Der 22-jährige Stürmer war im Rahmen eines Spielertauschs mit den ZSC Lions während der Olympia-Pause zu den Flughafenstädtern gestossen, während Harrison Schreiber den umgekehrten Weg nach Zürich antrat. Henry überzeugte in seinen sechs Einsätzen für Kloten. Dabei gelangen ihm zwei Tore und ein Assist. Nun bleibt er für eine weitere Saison beim Klub.
Neue Assistenztrainer bereits bestimmt
Die drei neuen Assistenztrainer im Staff von Headcoach Lauri Marjamäki stehen bereits fest. Der Finne selbst steht seit 2024 beim EHC Kloten unter Vertrag und besitzt ein Arbeitspapier bis 2028. Die Namen der neuen Coaches will der Klub erst in den kommenden Tagen offiziell kommunizieren.