Grosser Sachschaden nach Feuer an Fabrikstrasse
Vergangenen Freitag brannte auf dem ehemaligen Fabrikgelände an der gleichnamigen Strasse ein Dachstock. Die Situation vor Ort machte ein Grossaufgebot notwendig.
Während sich am Neujahrstag die tragischen Nachrichten über die Brandkatastrophe in Crans-Montana weltweit verbreiteten, musste die Feuerwehr Opfikon wegen eines Feuers in Glattbrugg ausrücken: An der Fabrikstrasse brannte ein Dachstock. Eine Passantin hatte kurz nach 9.30 Uhr der Einsatzzentrale der Kantonspolizei gemeldet, dass aus dem Dach eines Gewerbegebäudes Rauch aufsteige, heisst es in deren Medienmitteilung. Verletzt wurde dabei niemand. Der Sachschaden ist aber gross und könnte mehrere hunderttausend Franken betragen. Als Brandursache nennt die Kantonspolizei auf Nachfrage des «Stadt-Anzeigers» am Dienstagmorgen einen technischen Defekt, wie die Spezialisten der Brandermittlungsgruppe der Kapo ermittelt haben.
Die Stützpunktfeuerwehr Opfikon – nur wenige Fahrsekunden vom Brandherd entfernt stationiert – rückte sofort mit einem Grossaufgebot aus: 40 freiwillige Feuerwehrleute halfen beim Löschen des Brandes mit, obwohl ja noch Ferienzeit war. Neben den Löschfahrzeugen war auch die Autodrehleiter vor Ort, um den Brand von oben bekämpfen zu können. Ebenfalls aufgeboten war – wie bei Dachstockbränden üblich – eine zweite Autodrehleiter aus Wallisellen; ferner der Rettungsdienst des Spitals Bülach, der glücklicherweise nicht benötigt wurde. Die Feuerwehr habe den Brand so rasch unter Kontrolle gebracht und dadurch ein Übergreifen der Flammen auf die beidseits angrenzenden Gebäude verhindern können, schreibt die Kapo.
Herausforderung für Feuerwehr
Grund für dieses grosse Aufgebot waren laut Jochi Hegi, dem Kommandanten der Opfiker Stützpunktfeuerwehr, das Ereignis und die Örtlichkeit: «Für mich als Feuerwehrmann eine riesen Herausforderung», sagt er gegenüber dem «Stadt-Anzeiger». Die Bauten sind ineinander verschachtelt, und die Fabrikstrasse mittendurch wird durch ein Gebäudeteil überspannt. «Da die Fabrikstrasse eine Sackgasse ist, kann die Intervention nur von einer Seite erfolgen», erläutert Hegi. Teile des lang gezogenen Fabrikgeländes entlang der Glatt, wo ursprünglich eine Mühle stand, stammen aus dem 19. Jahrhundert und stehen deshalb unter Schutz – so etwa die Dachfläche und die hölzerne Tragstruktur des betroffenen Gebäudes.
Vorsicht geboten sei auch immer mit den Rauchgasen (siehe Foto Kapo), so Hegi weiter: Sie enthalten nach wie vor brennbare Stoffe. Erreichen Hitze und Sauerstoffzufuhr ein bestimmtes Mass, können sich diese Gase blitzartig entzünden – in einem sogenannten Flashover, wie er möglicherweise in Crans Montana vielen zum Verhängnis wurde.
7 Stunden im Einsatz
Dank ihres umsichtigen Handelns konnte die Feuerwehr am Freitag in Glattbrugg aber verhindern, dass sich der Brand ausbreitete und auch auf die benachbarten Gebäude übergriff. In einem ausgebauten Dachstock wie hier ist es jedoch schwierig, sämtliche Brandherde zu finden. Entsprechend mussten Ziegel und andere Teile des Daches entfernt werden, um auch die Isolationsschichten darunter löschen zu können. Bis der Brand als sicher gelöscht gemeldet und das Gebäude so für die Untersuchung der Polizei freigegeben werden konnte, stand die Feuerwehr während etwas mehr als 7 Stunden im Einsatz.