Gewitternacht auf 1. Juli: Feuerwehr leistete über 50 Einsätze
Die letzte Nacht im Juni hatte es auch für die Opfiker Feuerwehr in sich: Über 50-mal rückten die örtlichen Feuerwehrleute in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wegen des tobenden Gewitters aus. Die Messstation am Flughafen zeichnete zwischen 21 und 23 Uhr zwischen 26,1 und 28,8 Liter Regen pro Quadratmeter auf.
Vielerorts vermochten die Abflüsse die enormen Regenmengen nicht mehr zu schlucken, weshalb es punktuell zu Überschwemmungen kam. So etwa auf der Autobahn A11 zum Flughafen. Unter der Überführung Werftstrasse, wo die Autobahn unterhalb zweier Kreisel hindurchführt, hatte sich so viel Wasser gesammelt, dass die Feuerwehr den Abschnitt zeitweise sperren musste. Daneben gab es Dutzende Untergeschosse, Tiefgaragen und andere tiefer liegende Räume, aus denen Wasser abgepumpt werden musste. Insgesamt standen die Opfiker Feuerwehrleute rund 400 Stunden im Einsatz, um der Wassermassen Herr zu werden.<o:p></o:p>
Flughafen zeitweise stillgelegt<o:p></o:p>
Auch am Flughafen wurde der Flugbetrieb am Abend für rund zwei Stunden unterbrochen: Weil bei einem Gewitter Blitzschlaggefahr herrscht, muss das Vorfeld geräumt werden und es können deshalb keine Flugzeuge abgefertigt werden. Dies führte zu zahlreichen Verspätungen bei den Abflügen; ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden. <o:p></o:p>
Im ganzen Kanton zählte die Einsatzleitzentrale (ELZ), über welche unter anderem sämtliche Notrufe auf die Nummer 118 und 144 im Kanton Zürich laufen, von 20.30 bis 1 Uhr über 700 Einsätze. Besonders stark betroffen waren die nördliche Stadt Zürich, Wallisellen, Dübendorf oder Rafz mit teilweise über 100 Einsätzen auf ihrem Gemeindegebiet.<o:p></o:p>
Das Unwetter mit heftigem Starkregen sei um etwa 20.30 Uhr auf den Kanton Zürich und etwa eine Stunde später auf die Stadt Zürich getroffen, heisst es in einer Mitteilung von Schutz & Rettung Zürich, welches die ELZ betreibt. Dass es sich nur langsam bewegte, führte zu überlaufenden Kanalisationen und Strassen, gefluteten Unterführungen, vollen Kellern und Gewässern, die über die Ufer traten.<o:p></o:p>
Im sogenannten «Unwettermodus» wurde die Tagesschicht zurückbehalten und umliegende Milizfeuerwehren aufgeboten, damit die anderen Notrufe weiterhin wie gewohnt abgewickelt werden konnten.