Flughafen in Kürze

Eine Konferenz am Bürgenstock ist erfahrungsgemäss eine heikle Sache: Das ganze Gebiet wird grossräumig abgesperrt und überwacht. Das gilt auch für die Luft, wo eine Flugverbotszone eingerichtet wird. Diese Zone hat diesmal Probleme verursacht.

Sonntagmorgen ohne Flugzeugstarts

Als die Flugsicherung Skyguide die Visualisierung der Sperrzone über dem Bürgenstock ins Radarbild des Kontrollzentrums in Dübendorf und des Towers am Flughafen Kloten einspeisen wollte, gab es Probleme: Der Radar fiel komplett aus – wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, wurden die Maschinen, die kurz vor 6 Uhr starten sollten, über Funk angewiesen zu warten. Erst um 7.29 Uhr habe ein Rega-Flug starten können, die erste Passagiermaschine sei dann um 7.46 Uhr gestartet. Unter anderem Swiss annullierte mehrere Flüge. Landungen waren nicht betroffen.

Wegen des Radar-Ausfalls löste Skyguide als Vorsichtsmassnahme ein «Clear  the sky»-Verfahren aus: Der gesamte Schweizer Luftraum östlich von Bern wurde «geleert»: Alle Maschinen im Anflug auf Kloten konnten zwar wie vorgesehen landen (auch die Delegationen für den Bürgenstock), hingegen wurden sämtliche Starts gestrichen und keine neuen Flüge akzeptiert. Die Sicherheit –auch am Bürgenstock – sei jederzeit gewährleistet gewesen, betonte Skyguide in ihrer Mitteilung.

Bis Montagmorgen eingeschränkt

Weil der Entscheid, dass die Konferenz stattfinden würde, erst am Samstag, 20. Juni, feststand, sei diese neue Einschränkung im Luftraum kurzfristig eingespielt worden, wie Skyguide am Sonntag mitteilte.  Ab etwa 11 Uhr sei der Flugbetrieb am Flughafen Zürich wieder ohne Einschränkungen möglich gewesen. Lediglich bei Überflügen sei die Kapazität noch  bis Montag, 8 Uhr, leicht reduziert gewesen. Skyguide habe zusätzliche Luftraumsektoren geöffnet, weshalb die technische Einschränkung im Betrieb kaum ­beeinträchtigen sollte. «Der Flughafen Zürich ist von dieser Reduktion nicht betroffen», schreibt Skyguide. Trotzdem könne der kurze Systemausfall im Flugverkehr in Zürich weiterhin spürbar sein.

Die Spezialistinnen und Spezialisten von Skyguide hätten den Fehler rasch eingrenzen und den Betrieb schrittweise wieder hochfahren können. Skyguide entschuldige sich bei den betroffenen Partnern, Fluggesellschaften und deren Passagieren für die entstandenen Unannehmlichkeiten.  (pd.)

 

Feiertage sorgen für Passagierplus

Im Mai 2026 sind etwas mehr als 3 Millionen Passagiere über den Flughafen Kloten geflogen. Das entspricht einem Plus von rund 9 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Zum Anstieg beigetragen habe, dass nebst Auffahrt auch Pfingsten dieses Jahr im Mai lagen, schreibt die Flughafenbetreiberin, die Flughafen Zürich AG, in einer Mitteilung. Die Anzahl Lokalpassagiere lag im Mai bei rund 2,2 Millionen. Knapp 27 Prozent waren Umsteigepassagiere.

Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 25 318 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit rund 134 Fluggästen rund 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zugenommen hat auch die Frachtmenge. Sie stieg im Mai um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und betrug somit etwas mehr als 37 000 Tonnen. (pd.)