Flughafen in Kürze

VPOD protestiert: 500 Mitarbeitende gegen neue Parkbedingungen

Am Montagmittag haben rund 500 Mitarbeitende gegen neue Parkierbedingungen am Flughafen ­protestiert. Es werde versucht, den ­Gewinn von beinahe 400 Millionen Franken im letzten Jahr auf Kosten der Angestellten noch weiter in die Höhe zu treiben, kritisiert der Verband des ­Personals öffentlicher Dienste (VPOD), der den Protest organisiert hat. Und dies bei ohnehin unterdurchschnittlichen Löhnen im Luftverkehr.

Gemäss den neuen Regeln soll ein Parkplatz die Büromitarbeitenden neu 180 Franken im Monat kosten – über 30 Prozent mehr. Und alle anderen Mitarbeitenden könnten das Auto nicht mehr über die Ferien auf den Mitarbeiterparkplätzen stehen lassen und würden gleich behandelt wie ­Passagiere – trotz teurem Mitarbeiterparkplatz. Eine Delegation von 100 Protestierenden habe der Geschäftsleitung einen Schmähpreis für diesen Parkplatz-Wucher überreicht. 5000 im Dezember 2025 eingereichte Unterschriften dagegen habe die Flughafen Zürich AG zur Kenntnis genommen, schreibt diese auf Anfrage.

Wer kann, soll den ÖV nehmen

Gemäss Auskunft der Flughafen Zürich AG arbeiteten dort rund 35 000 Personen. Wegen der vielen Schichtmitarbeitenden käme ein hoher Anteil von 49 Prozent mit dem Auto. Zusammen mit an manchen Tagen 100 000 Passagieren seien die rund 20 000 Parkplätze zu knapp und zusätzliche kurz- und mittelfristig nicht verfügbar. Grundsätzlich könnten alle Arbeitgeber am Flughafen für ihre Mitarbeitenden Parking-Produkte beziehen.

Die Flughafen Zürich AG betont auch, dass die Parkgebühren per 1. Mai ausschliesslich für Mitarbeitende mit Büroarbeitszeiten erhöht würden, die mit dem ÖV zur Arbeit kommen könnten und sollten. «Der Flughafen Zürich gehört zu den am besten erschlossenen Orten der Schweiz.» Für Schichtmitarbeitende und das fliegende Personal würden die Tarife nicht erhöht. Der Preis von 180 statt 140 Franken gälte nur für das teuerste Parkhaus (P3). Zudem bestünden weiterhin deutlich günstigere Parkplätze.

Mit der Tarifanpassung bei Büroarbeitenden sollen Parkplatzengpässe, gerade zu Ferienzeiten, ver­mieden werden. Ziel sei es, dass ­diejenigen Mitarbeitenden, die we-gen Schichtarbeit auf das Auto an­gewiesen sind, auch in Zukunft am Flughafen parkieren können.  (rs.)

 

Skyguide: Technisches Problem schmälerte Kapazität

Wegen eines technischen Problems hat Skyguide letzten Mittwochmorgen die Anflugkapazität um 30 Prozent gesenkt – als Vorsichtsmassnahme, wie die Flugsicherung in einer Mitteilung schreibt. Durch ein Update an allen ­betroffenen Arbeitsplätze im Kontrollzentrum Dübendorf konnten die Systeme am Nachmittag wieder vollständig hergestellt werden.

Das Problem war an einer Schnittstelle zwischen Luftstrassen- und Anflugkontrolle aufgetreten. Das System unterstützt die Fluglotsen bei der Führung ankommender Flugzeuge. In der Folge zeigte es Flüge mit grösseren Verspätungen nicht mehr zuverlässig an, weshalb die Lotsen auf ein bewährtes und sicheres, aber manuelles Verfahren wechselten, das mehr Zeit benötigt. Da die Kapazität am Flughafen wegen der Bise ohnehin bereits reduziert war, führte das technische Problem kaum zu zusätzlichen Verspätungen.  (pd.)

 

Viele Notfälle: Rega fliegt am Wochenende rund100 Einsätze

Das sonnige Wetter und die frühlingshaften Temperaturen lockten am vergangenen Wochenende viele Menschen nach draussen. Entsprechend häufig waren die Rega-Helikopter im Einsatz: 100 Einsätze koordinierte die nationale Luftrettungszentrale der Rega am Samstag und Sonntag schweizweit, wie die Rega mitteilt.

Die Rega-Crews standen unter anderem nach Wintersport-, Sport-, Berg-, Flug- oder Verkehrsunfällen im Einsatz. Sie evakuierten blockierte Wanderer und flogen Patienten nach akuten Erkrankungen in geeignete Spitäler. Auch für Verlegungsflüge von Regional- in Zentrumsspitäler sei die Rega aufgeboten worden. (pd.)