Die Vielfalt der Opfiker Quartiere feiern
Das Strassenfest an der Zibertstrasse war ein Treffen der Nachbarschaft. Im Mittelpunkt stand das Miteinander.Höhepunkte waren das Bingo und die Kinder-WM. Aber auch an der Farman-Strasse im Glattpark wurde gefestet.
Es war eine tolle Möglichkeit für lockere Begegnungen: An der Zibertstrasse kam am vergangenen Samstag wieder die Bevölkerung zusammen. «Dieser Anlass ist ein Beispiel von einem grossen Fest», sagt Jennifer Tan, Beauftragte für Quartier- und Freiwilligenarbeit bei der Stadt Opfikon. Die Stadt unterstützt das Nachbarschaftsfest.
Das Programm an der Zibertstrasse war mit Kinder-WM, Bingo, Hintergrundmusik und Festwirtschaft gleichgeblieben wie im letzten Jahr. Die Grösse der abgesperrten Strecke wurde aber etwas reduziert. «So ist das Fest kompakter», erklärte Silvia Specogna, die mit elf anderen Personen den Anlass organisiert hatte. Der Aufwand sei nicht mehr so gross gewesen wie bei der ersten Durchführung. Ein paar Sitzungen hätten genügt, das Fest zu organisieren. Ihr sei bereits im vergangenen Jahr klar gewesen, dass sie bei den Strassenfesten mitmachen wollten.
Am Nachmittag fand die Kinder-WM statt. Es gab vier Spiele, unter anderem Säckewerfen und Unihockey-Torwandschiessen, die ausgewertet wurden. «Jeweils ein Spiel soll jedes Jahr neu sein», meinte Specogna. Diesmal war es das Spiel Vögeli-Füttern, welches von Louise und Ueli Plüss initiiert wurde. Die teilnehmenden Kinder konnten eine schöne Zibert-Medaille gewinnen.
Der absolute Höhepunkt des Anlasses war das Bingo mit sechs Runden am Abend. Es gab eine Box mit Produkten von Opfiker Bauern zu gewinnen. Während des ganzen Anlasses wurde dezente Musik gespielt. Speziell war der mit KI gemachte Zibert-Song. Dieser erzählt, warum das Zibertfest für alle unvergesslich ist. Aber auch Zibert-Geschichten gehören dazu.
Die Figur Zibert, initiiert von Specogna, stand natürlich vor Ort. Die Legende vom Zibert erzählt, dass in alten Zeiten, als die Wälder noch flüsterten und jeder Baum ein Geheimnis kannte, tief im Herzen eines grünen Tals ein seltsames Wesen lebte: der Zibert. Er ist der Wächter der Zibertstrasse. Und nicht zuletzt gab es einen Wettbewerb.
Die Besucherinnen und Besucher des Festes kamen aus der Umgebung. Das Publikum war gemischt. Das Strassenfest soll auch Familien, aber auch Einzelpersonen jeden Alters ansprechen. «Im letzten Jahr hatte es so viele Leute, dass wir noch Bier und Würste holen mussten», lachte Specogna. Aber auch dieses Jahr fanden sich um die 100 Personen ein. Neue Ideen hätte sie immer. «Für die nächsten 20 Jahre», ist Specogna überzeugt.
Und die anderen Anwesenden? Ross Hay, seit drei Jahren wohnhaft an der Zibertstrasse und Englisch sprechend, betonte: «Das Fest ist eine grossartige Idee.» Es sei eine gute Gelegenheit, Nachbarn zu treffen und neue Leute kennenzulernen, meinte der Vater von drei Teenagern.
Auch Seline Signer, seit fünf Jahren wohnhaft vor Ort, ist begeistert: «Das Fest ist eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. Es stärkt den Zusammenhalt der Anwohnenden.» Und Beatrice Fuhrer-Rigo ist sehr zufrieden: «Die Organisation war super.» Sie hat über 30 Jahre in Opfikon gewohnt, jetzt lebt sie aber auswärts. Wegen Freunden im OK ist sie trotzdem ans Fest gekommen. «Ich komme wieder.» Das Fest sei heimelig und finde in einem privaten Rahmen statt.
Nicole Jansen wiederum wohnt seit 13 Jahren in dieser schönen Gegend. «Wir sind gut angebunden an die Stadt und trotzdem im Grünen.» Das Fest sei eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Leute kennenzulernen. «Es hat die Anwohnenden der Strasse näher zusammengebracht.» Alle könnten unverbindlich teilnehmen.
Neue Begegnungen ermöglichen
Auch an der Farman-Strasse im Glattpark fand am vergangenen Samstag zum zweiten Mal ein Strassenfest statt. «Dieses ist ein Beispiel für ein kleineres Fest», hält die Quartierbeauftragte Jennifer Tan fest. Organisatorin ist Maria Vieira Meier. Aber auch sie hat Unterstützung gefunden. «Das gegenseitige Kennenlernen steht im Mittelpunkt.» Neuzugezogene seien dieses Jahr ebenfalls ans kleine, aber feine Fest gekommen. Und eine Person hätte vor Ort auch gleich Unterstützung für einen Transport gefunden. Alle Teilnehmenden brachten etwas zum Essen mit und tauschten sich aus. Für die gebürtige Portugiesin gehören solche Anlässe zur Nachbarschaft.
Mit der Aktion will die Stadt Opfikon die Vielfalt der Quartiere sichtbar machen. Gleichzeitig sollen neue Begegnungen entstehen und bestehende Kontakte gepflegt werden. Für dieses Jahr hat die Stadt Opfikon bisher vier Anmeldungen bekommen: Frohbühlstrasse, Farman-Strasse, Zibertstrasse und Fliederstrasse. «Schön wäre es, wenn noch zusätzliche Feste in Opfikon Glattbrugg entstehen würden, welche das Zusammenleben in der Nachbarschaft bereichern», betont Tan.
Die Rückmeldungen vom letzten Jahr seien durchweg positiv gewesen. Die Strassenfeste fanden 2025 erstmals statt und zwar an der Farman-Strasse, Grossackerstrasse, Vrenikerstrasse, Frohbühlstrasse und Zibertstrasse. Sie waren ein grosser Erfolg. Der Aufwand ist sehr unterschiedlich – je nach dem, was für ein Fest die Organisatoren sich vorstellen. Die Behörden setzen darauf, dass möglichst viele Quartiere die Gelegenheit nutzen und den Sommer gemeinsam gestalten, ganz gemäss der Devise «Opfikon macht die Strassen frei fürs Miteinander».
Die Stadt hilft mit
Die noch ausstehenden Daten für dieses Jahr sind der 5. September 2026 und der 19. September 2026. An diesen Tagen können Anwohnende ihre Quartierstrassen sperren lassen, um gemeinsam zu feiern. Die Stadt unterstützt sie mit folgenden Leistungen: Übernahme der Bewilligungsgebühren, kostenlose Lieferung von Festbankgarnituren (maximal fünf Stück pro Fest), Bereitstellung von Absperrmaterial und Strassensperrungen.
Genaue Details und Teilnahmebedingungen finden Interessierte auf der Website Opfikons. Wer ein Fest durchführen möchte, muss sich spätestens zwei Wochen vor dem gewünschten Termin anmelden. Die Registrierung erfolgt online über die Website der Stadt unter dem Stichwort «Opfiker Strassenfeste». (pm.)