«Der Sternenstaubdieb»

Ein Wüstenabenteuer mit Dschinn-Magie und Freundschaft von Chelsea Abdullah.

Loulie al-Nazari ist überall bekannt als die Mitternachtshändlerin. Sie jagt illegaler Magie der Dschinn hinterher, um sie auf dem Nachtmarkt teuer zu verkaufen. Eines Tages lässt der Sultan sie verhaften. Sie muss eine verschollene magische Lampe für ihn finden oder sterben. Auf der Reise kreuzt ein Dschinnmörder ihren Weg: der berüchtigte Sternenstaubdieb. Seit die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde, werden diese im gesamten Land erbittert gejagt. Für Loulie und ihren engen Freund, den Dschinn-Qadir, ist der Handel mit deren Magie hoch gefährlich. Und nun müssen sie sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Lampe machen. Sie werden begleitet von Prinz Omar und dessen Gehilfin, der Diebin Aisha. Aber Loulie weiss nicht, dass Omar die Gestalt mit anderen Menschen tauschen kann. Nicht nur die Wüste birgt Gefahr, sondern auch manches Mitglied der Karawane.

«Der Sternenstaubdieb» erzählt eine ungewöhnliche Geschichte in einem Setting, das die Leserschaft von Tausendundeiner Nacht träumen lässt. Die Implementierung der bekannten Mythen und Geschichten funktioniert gut und fühlt sich organisch an. Chelsea Abdullah gelingt es, die bekannten Geschichten miteinander zu verweben, im Kern zu belassen und trotzdem neu zu erzählen. Man fühlt sich dadurch mit ihnen vertraut, entdeckt aber auch viel Neues. Dabei steht nicht die Romantik im Fokus, sondern die Freundschaft und das Zusammenwachsen als eine Art Familie. Gewürzt wird das Ganze mit den Geheimnissen rund um die Dschinn und dem Auftrag des Prinzen. Dadurch wird so manche vorgefertigte Meinung der Protagonisten über den Haufen geworfen, und sie lernen dazu. Das wirkt sehr authentisch, auch im Hinblick auf das Aufarbeiten der eigenen Vergangenheit.

«Der Sternenstaubdieb» von Chelsea Abdullah ist ein ungewöhnliches Abenteuer mit orientalischem Flair, starken Frauen, mystischen Dschinn und viel Sand. Sie verwebt bekannte und weniger bekannte Geschichten zu einer eigenen atmosphärisch gelungenen Story, die einige Überraschungen bereithält und zu einem Fantasy-Highlight dieses Jahres werden könnte.

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