Neues Festival begeistert die Region

Hakan Aki

Regen am ersten Abend, volles Programm an vier Tagen, null Lärmklagen – das neue Festival «City Beats» in Kloten hat alles richtig gemacht. Und die Region Zürich hat endlich ein Stadtfestival, das seinen Namen verdient.

Mit dem «City Beats» hat die Region Zürich ein neues Festival erhalten – und die Premiere ist geglückt. Organisiert von Mike Schälchli, Geschäftsführer der Eventagentur Tit‑Pit, fand der viertägige Event erstmals auf dem Stadtplatz in Kloten statt. Schälchli hatte das Festival im Vorfeld als das «ultimative Musikfestival-Erlebnis in der Region» angekündigt – ein Versprechen, das er einhalten konnte.

Der Eröffnungsabend wurde vom Wetter auf die Probe gestellt: Exakt mit der Türöffnung des Festivalgeländes setzte Dauerregen ein. Die Stimmung der Musikfans liess sich davon jedoch nicht trüben. Die Stubete Gäng eröffnete das Festival mit gewohnter Spielfreude – auf einen Tanz – «Obe ohni» – verzichteten die Jungs wetterbedingt zwar, die Begeisterung im Publikum blieb dennoch gross. Auch Petra Sturzenegger war an diesem Abend mit von der Partie.

Den krönenden Abschluss des ersten Abends machte Bligg, der in diesem Jahr sein 30‑jähriges Bühnenjubiläum feiert. Der Zürcher Ausnahmekünstler begrüsste seine «Liebä» herzlich, bezeichnete sie als «wahre Heldä» und zeichnete ein eindrucksvolles, buntes Bühnenspektakel in den Nachthimmel – einmal mehr ein Beweis, warum er eine Legende der Schweizer Musikszene ist.

Freitag: Rock auf dem Stadtplatz

Der zweite Festivaltag stand ganz im Zeichen des Rocks. Die Schweizer Bands Megawatt und Krokus heizten dem Publikum auf dem Stadtplatz ein und sorgten für einen mitreissenden Abend. Das Wetter hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits gebessert, und warmes Frühsommerwetter schuf den passenden Rahmen für die energiegeladenen Auftritte.

Der Samstag war dem Urban- und Pop-Genre gewidmet. Die Bühne gehörte Fritz Kalkbrenner, Jule X, Simon Sandman sowie dem deutschen ESC-Teilnehmer Michael Schulte – eine abwechslungsreiche Mischung, die ein breites Publikum ansprach und für ausgelassene Stimmung auf dem Stadtplatz sorgte.

Der letzte Festivaltag bot ebenfalls Besonderes: Der «Blick»-Eishockey-Podcast «Schliifts» mit Dino Kessler und Raphael Walser feierte seine Live-Premiere vor Festivalpublikum. Den krönenden Abschluss des gesamten Festivals bildete Klingande – das Musikprojekt des Franzosen Cédric Steinmyller – mit einem mitreissenden Electro-Set, das die Besucherinnen und Besucher zum Tanzen brachte und das erste «City Beats» stilvoll zu Ende gehen liess.

Fazit und Ausblick

Insgesamt verzeichnete das Festival 8700 Besucherinnen und Besucher – für eine Premiere eine beachtliche Zahl, die laut Schälchli aber durchaus noch Potenzial nach oben hat. Die Gäste zeigten sich mit dem Musikprogramm sowie dem vielseitigen Essens- und Getränkeangebot sehr zufrieden. Besonders erfreulich für den Organisator: Seitens der Behörden ging keine einzige Lärmklage ein, und das Festival verlief vollständig friedlich.

Schälchli zieht eine klar positive Bilanz: «Die Geburtsstunde der City Downtown, die immer mehr Kultur annimmt, ist vollstens geglückt.» Die Lancierung eines neuen Festivalbrands sei in der heutigen Zeit keine einfache Sache. «Wir haben aber innert kurzer Frist bewiesen, dass das möglich ist, und konnten gleich vier thematisch unterschiedliche Veranstaltungen bieten.»

Auch 2027 ein «City Beats» in Kloten

Ist damit eine zweite Ausgabe beschlossene Sache? Mike Schälchli sagt: «Wir gestehen einem neuen Projekt jeweils drei Jahre Anlaufzeit zu. Deshalb steht einer zweiten Auflage nichts im Weg.» «City Beats» 2027 wird also stattfinden. «Wir sind bereits in Verhandlungen mit diversen Künstlern», bestätigt Schälchli. Der einstige Klotener Gemeinderat ist überzeugt, erneut ein attraktives und vielseitiges Programm präsentieren zu können.