Rund 60 neue Opfikerinnen und Opfiker
Die Stadt Opfikon lud zum Neuzuzügertag ein. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über ihr neues Zuhause, lernten alle Stadtteile kennen und konnten erste Kontakte knüpfen – und erfuhren dabei so manches Überraschendes.
Am Neuzuzügertag für alle neu zugezogenen Einwohnerinnen und Einwohner wird neben zahlreichen Informationen jeweils eine vielseitige Tour durch die Stadtteile Opfikon, Glattbrugg, Oberhausen sowie Glattpark organisiert. Die Teilnehmenden lernen so ihren neuen Wohnort besser kennen und haben die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Dieses Jahr hatten sich 60 Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger sowie knapp 40 Begleitpersonen für den Neuzuzügertag angemeldet.
Mit Kaffee und Gipfeli sowie einer Darbietung der Stadtmusik Opfikon-Glattbrugg wurden die Neuzugezogenen in der Feuerwehrhalle willkommen geheissen. Danach übernahm Stadtpräsident Roman Schmid das Wort. Er rückte die Gemeinde in souveräner Art ins beste Licht. «Sie sind an den schönsten Ort zwischen dem Flughafen und der Stadt Zürich gezogen.» Er wies darauf hin, dass Opfikon und Oberhausen alte Dorfkerne sind, während der Glattpark der neueste Stadtteil ist. Die Gemeinde ist gut erschlossen: In rund einem Jahr fährt die S-Bahn im Viertelstundentakt, und vom Bahnhof Opfikon ist man in sieben Minuten am Flughafen.
Vereine werben um Mitglieder
Opfikon zählt rund 1500 Unternehmen und hat etwa 21 500 Einwohnende aus über 100 Nationen. «Wir weisen zirka 512 000 Hotelübernachtungen pro Jahr auf und sind damit auf Platz 7 der Schweiz», freute sich Schmid. Er erzählte auch, dass die Weltmeister bei der Eishockey-WM im Dorfbrunnen gebadet hätten, und schloss seine Präsentation mit einem Image-Film von Opfikon.
Daniel Demin, stellvertretender Stadtschreiber, ging anschliessend auf die Stadtverwaltung und deren Dienstleistungen ein. Er erläuterte, dass die Verwaltung 450 Mitarbeitende in 11 Abteilungen hat, darunter 30 Lernende in 7 Berufen. «Wir möchten den Neuzuzügern ermöglichen, dass sie sich rasch in unserer Stadt zurechtfinden», betonte Demin.
Bevor die Gruppe zum Rundgang aufbrach, nutzten der Kommandant der Feuerwehr, Major Joachim Hegi, sowie der Dirigent der Stadtmusik, Eduard Kuster, den Moment, um ihre Mitgliedschaften zu bewerben. Danach spielte die Musiktruppe weitere Lieder, bis das Programm draussen fortgeführt wurde.
Per Bus und zu Fuss durch Opfikon
Anschliessend ging es mit dem Bus und zu Fuss über verschiedene Stationen in Opfikon, Glattbrugg, Oberhausen und Glattpark zum Festgelände des «Fäscht 118».
Rund um den Bahnhof Glattbrugg lernten die Neuzugezogenen den geschäftlichen Teil der Stadt kennen. Ein Halt wurde im Opfiker Dorf gemacht, wo Jörg Jenny, Präsident des Dorfvereins, über die Geschichte des Dorfs und die Aktivitäten des Vereins informierte. «Jeder Verein der Umgebung ist froh über neue Gesichter, die sich engagieren», sagte Jenny. Weiter ging es zur Stadtbibliothek, wo die Teilnehmenden viel über deren vielfältiges Angebot erfuhren.
Neue Gesichter aus der ganzen Welt
Unter den Neuzugezogenen waren auch Sanjeev Kumar und Seema Sharma. «Wir wohnen seit Februar in Opfikon und haben hier ein Haus gekauft», erzählten die beiden, die zuvor in Zürich-Seebach gewohnt hatten. Mit dem Fluglärm kämen sie gut zurecht und hätten sich sehr über die Einladung zum Neuzuzügertag gefreut.
Stefan Merettig kommt aus Deutschland und arbeitet bei einem Technologieunternehmen. «Ich wohne seit einem Jahr in Opfikon und mein Zuhause ist erstaunlich ruhig», hielt er fest. «Ich bin hier, um Gemeinde und Leute kennenzulernen.»
Tobias Walter und Gada Capaul sind seit März in Opfikon. «Wir fühlen uns hier sehr wohl», hielten sie fest. Da sie noch keine Leute aus der Gemeinde kannten, nutzten sie den Neuzuzügertag gezielt für neue Bekanntschaften.
Thomas Mayerl macht an der ETH sein Doktorat in Informatik und wohnt seit Dezember im Glattpark. Vorher lebte er in Bremgarten. Für ihn ist es wichtig, an einer der weltbesten Hochschulen zu studieren – nach Deutschland zurück will er nicht mehr.