29.04.2019
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Marder: So verhindert man Schäden


Foto: zvg.

Von Mai bis Juli beissen Marder besonders gerne in Gummimanschetten, Stromkabel und Schläuche. Die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) helfen betroffenen Autobesitzern und kennen präventive Massnahmen.
Mit ihren spitzen Zähnen durchbeissen Marder spielend Kabel, Leitungen und Schläuche – zum Ärger der Automobilisten. Die jährlich von Mardern an Fahrzeugen verursachten Schäden werden in der Schweiz auf rund 40 Millionen Franken geschätzt. Besonders betroffen sind Kühlwasserschläuche, Bremsleitungen und die Elektronik.
Der Grund: Marder verteidigen ihr Revier mit Biss – vor allem in der Paarungszeit im Frühsommer. Im von der Fahrt noch warmen Motorraum fühlen sich die nachtaktiven Jäger besonders wohl. Dort hinterlassen sie ihre Duftmarken und markieren so ihr Revier. Verirrt sich ein anderer Marder ins Fremdrevier, reagiert er gereizt und aggressiv auf die Duftmarken seines Vorgängers – und beisst sich quer durch die Schläuche, Leitungen und Kabel.
Besonders anfällig sind daher Freiluftparker, die ihren Standplatz häufig wechseln. «Der wirksamste Schutz gegen Marderschäden ist denn auch ein Parkplatz in einer geschlossenen Garage», sagt Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt beim AGVS. Allen, die nicht in einer Garage parkieren können, empfiehlt er, den Motor regelmässig gründlich zu waschen, um die gesetzten Duftmarken loszuwerden. Auch stabile Kabelummantelungen für die gefährdeten Teile helfen, Schäden zu vermeiden.
Ein weiterer Tipp: Die Einstiegstellen blockieren. Dies ist nicht ganz einfach, denn den flinken Tieren genügen hühnereigrosse Öffnungen, um einzudringen. Die AGVS-Garagisten stehen daher mit Rat und Tat zur Seite. Wenig hilfreich sind Hausmittel wie WC-Steine, Hundehaare oder Duftbäume: Ihre Wirkung verpufft zu schnell.
 
Mit Strom gegen die Räuber
«Meine Favoriten sind elektrische Schutzvorrichtungen», sagt der Leiter Technik & Umwelt des Schweizer Garagistenverbands. Ultraschallgeräte stossen ein für menschliche Ohren nicht wahrnehmbares akustisches Signal aus – und schlagen so den Tieren auf den Magen respektive auf die Ohren. Auch hilfreich ist die Marderabwehr mit Strom: Ein an der Autobatterie angeschlossenes Steuergerät versorgt die an den möglichen Einstiegstellen angebrachten Metallplättchen mit Hochspannung. Berührt das rund 40 Zentimeter lange Raubtier eines der Teile, erhält es einen Stromschlag. «Wie bei einem Weidezaun bekommt der Marder einen Schreck. Bleibende Schäden gibt es für ihn aber nicht», sagt Markus Peter. Die elektronischen Schutzvorrichtungen sind bei den AGVS-Garagisten erhältlich. Sie helfen auch gerne bei der Installation. (pd.)



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