01.02.2017
News, Züriberg, Stadtanzeiger

In Stadt und Kanton steigen die Geburtenzahlen


Die Geburtenzahlen sind im Kanton Zürich seit 2001 Jahr für Jahr angestiegen: Wie das Statistsiche Amt des Kantons in einer Mitteilung schriebt, seien 2014 und 2015 je 16'900 Kinder auf die Welt gekommen, 4400 mehr als 2001. Die definitive Zahl für 2016 ist noch nicht bekannt, es werden aber ebenfalls über 16'000 Geburten sein. Bei den steigenden Geburtenzahlen handle es sich um einen landesweiten Trend, wobei Zürich jedoch den grössten prozentualen Zuwachs aller Kantone verzeichne.

Stadt Zürich unterscheidet sich vom übrigen Kanton
In der Kantonshauptstadt bekommen die Frauen ihre Kinder im Schnitt etwas später als im Umland, und die Kinderzahl pro Frau ist etwas geringer. Trotzdem seien die Geburtenzahlen in der Stadt Zürich seit 2001 noch stärker gestiegen als im Rest des Kantons. «So entfielen 2015 rund 31 Prozent der Neugeborenen auf die Stadt Zürich, obwohl nur 27 Prozent der Kantonsbevölkerung dort wohnen», so das Statistische Amt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass in die Stadt Zürich prozentual mehr 25- bis 39-jährige Frauen, Schweizerinnen wie Ausländerinnen, zugezogen sind als in den Rest des Kantons: von den 25- bis 39-jährigen Frauen wohnten 2001 erst 30 Prozent in der Kantonshauptstadt, heute sind es 35 Prozent.

Mehr Frauen im Alter zwischen 25 und 39 Jahren

Hauptursache für den Geburtenanstieg ist die starke Zuwanderung. «Dadurch leben im Kanton heute mehr 25- bis 39-jährige Frauen, die derzeit über 85 Prozent der Kinder zur Welt bringen», so die Direktion der Justiz und des Inneren. Seit 2001 sei diese Bevölkerungsgruppe um rund 23’000 Personen angewachsen, aber ausschliesslich durch ausländische Frauen. Die Anzahl Schweizerinnen dieser Altersgruppe ist etwa gleichgeblieben, dank Zuzügen aus anderen Kantonen und Einbürgerungen. Die geburtenstarken Jahrgänge der Sechzigerjahre haben nämlich am Anfang der 2000er-Jahre das Alter 40 überschritten und konnten durch die nachfolgenden geburtenschwächeren Jahrgänge nicht vollends ersetzt werden.

Frauen über 30 tragen zum Kindersegen bei
Viele Frauen haben ihre Mutterschaft aufgeschoben. Die Durchschnittszürcherin bekommt ihre Kinder heute später: 2001 hätten die 30- bis 31-jährigen Frauen die höchsten Geburtenraten, 2015 seien es die 32- bis 34-jährigen. Entsprechend ist das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Geburt auf rund 31 Jahre gestiegen, bei allen Geburten auf 32 Jahre ─ je etwa zwei Jahre höher als noch 2001. Hauptursache für den Trend zur späteren Mutterschaft sind die längeren Ausbildungszeiten sowie die zunehmende Erwerbsbeteiligung der Frauen.

Kein klassischer Babyboom wie in den Sechzigerjahren
Im Kanton Zürich bekommt eine Frau heutzutage im Schnitt gut 1,5 Kinder, kaum mehr als 2001, als es knapp 1,4 Kinder waren. «Dies ist weit entfernt von den Rekordwerten während des Babybooms in den Sechzigerjahren, als die Geburtenziffer innert weniger Jahre auf 2,6 Kinder je Frau hochschnellte», schreibt der Kanton in seiner Mitteilung weiter. Entsprechend hätten die meisten Mütter 2015 ihr erstes oder zweites Kind geboren, Familien mit drei und mehr Kindern sind die Ausnahme. (pd./pw. / Foto: mai.)



Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Küsnachter Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger Volketswiler Nachrichten